Ingenpaß und Mühlner träumen von WM – Pereira, Brütsch und Schüpbach nicht mehr

Vipers-Quintett zwischen Freude und Trauer

Jubel über das Ticket zur Weltmeisterschaft in Spanien: Die deutschen Handballnationalspielerinnen mit den Bad Wildunger Kreisläuferinnen Annika Ingenpaß (stehend Fünfte von links) und Maxi Mühlner (stehend ganz rechts) freuen sich nach ihrem 34:23 (15:11)-Erfolg im Playoff-Qualifikationsrückspiel in Hamm gegen Portugal.
+
Jubel über das Ticket zur Weltmeisterschaft in Spanien: Die deutschen Handballnationalspielerinnen mit den Bad Wildunger Kreisläuferinnen Annika Ingenpaß (stehend Fünfte von links) und Maxi Mühlner (stehend ganz rechts) freuen sich nach ihrem 34:23 (15:11)-Erfolg im Playoff-Qualifikationsrückspiel in Hamm gegen Portugal.

Während die Bad Wildungerinnen Annika Ingenpaß und Maxi Mühlner von der Handball-WM in Spanien träumen dürfen, werden Maria Ines Da Silva Pereira, Manuela Brütsch und Lea Schüpbach dort nicht dabei sein.

Bad Wildungen – Unauffällig agierte Annika Ingenpaß beim deutschen 34:23 (15:11)-Sieg über Portugal, auch weil die Bad Wildunger Kreisläuferin bei ihrem Einsatz zwischen der 15. und 49. Minute so gut wie keine Anspiele bekam. „Das Spiel über den Kreis hat nicht so stattgefunden, aber das ist egal. Dafür konnten sich andere Spielerinnen zeigen“, sagte die 24-Jährige auch hinsichtlich der geglückten Qualifikation für die Weltmeisterschaft vom 2. bis zum 19. Dezember in Spanien.

„Immer noch total euphorisch“

„Es waren für mich anstrengende aber auch tolle Tage. Ich bin immer noch total euphorisch“, bilanzierte Ingenpaß nach ihrem zweiten Länderspiel ihre Zeit beim Nationalteam, wobei die Gastgeberinnen bei ihrer Einwechslung am Dienstag in Hamm sogar mit 6:8 in Rückstand gelegen hatten.

Wie schon beim 32:27 im Hinspiel war ihre Vereinskollegin Maxi Mühlner als dritte Kreisläuferin nur die Zuschauerrolle geblieben, sodass die wegen der Fußverletzung von Luisa Schulze, die dann aber doch spielen konnte, nachnominierte Bad Wil-dungerin weiter auf ihr erstes Länderspiel warten muss. „Natürlich hätte ich gerne gespielt und damit wäre auch ein Traum in Erfüllung gegangen, aber ich bin auch nicht enttäuscht, weil ich um die Situation wusste und mich gefreut habe, überhaupt dabei sein zu können“, sagte die 20-Jährige.

„Die Zeit bei der Nationalmannschaft hat total Spaß gemacht, ich möchte sie nicht missen und ich konnte mich dort zeigen. Sie war auch als Ablenkung für meine Abiturprüfungen nicht schlecht, und ich hatte auch genug Zeit zu lernen“, sagte Mühlner, für die heute am Bad Wildunger Gustav-Stresemann-Gymnasium das schriftliche Abitur beginnt.

Zwar verpassten die Portugiesinnen die WM-Teilnahme, doch mit ihrem Comeback, nachdem sie sich am 13. März gegen Göppingen (28:32) den rechten Ellenbogen ausgekugelt hatte, konnte Vipers-Spielmacherin Maria Ines Da Silva Pereira im Trikot der Gäste auch in Hamm zufrieden sein. Dabei erzielte die 29-Jährige mit dem 4:5 (11.), dem 7:6 (14.) und dem 17:24 (43.) bei zwei Fehlwürfen, einer Vorlage und einem Fehlpass drei Tore für Portugal. Die Rückraum-allrounderin spielte, von einer Pause zwischen der 15. und 28. Minute abgesehen, mit einer dicken Bandage um ihren rechten Ellenbogen zunächst auf halbrechts und dann auf der Mitte fast durch.

Ausgeträumt ist der WM-Traum auch bei Manuela Brütsch und Lea Schüpbach. Die Schweizerinnen konnten mit ihrem Team die gute Ausgangsposition nach dem 27:27 in Tschechien nicht nutzen und verloren das Rückspiel vor 50 Zuschauern in Gümligen trotz elf Paraden der starken Schüpbach mit 22:28 (11:14). Für die Gäste erzielte Markéta Jerabkova (Thüringer HC) allein 15 Tore, davon vier durch Siebenmeter. Schüpbach spielte dabei bis auf vier Siebenmeter, wobei Brütsch dreimal für sie eingewechselt wurde, durch. (jh)

Die Lücke gefunden: Die portugiesische Vipers-Spielmacherin Maria Ines Da Silva Pereira (Mitte) kommt gegen die deutschen Nationalspielerinnen Selina Kalmbach (links) und Emily Bölk beim WM-Qualifikationsspiel in Hamm frei zum Wurf.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare