Bad Wildunger Handballerinnen mit Turnier in Kirchhof zufrieden

Vipers: Rang drei und Sonderlob für Jana Pollmer

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Kirchhof - Als Drittplatzierte haben die Bad Wildunger Vipers das hochkarätig besetzte Handball-Turnier in Kirchhof beendet.

Im kleinen Finale bezwang der Handball-Bundesligist den Ligakonkurrenten Blomberg-Lippe nach Siebenmeterwerfen. Nach der regulären Spielzeit hatte es 19:19 gestanden. Zuvor mussten sich die Bad Wildungerinnen in den Gruppenspielen nur Borussia Dortmund mit 19:20 geschlagen geben.Trainerin Tessa Bremmer war mit dem Auftreten ihrer Mannschaft insgesamt zufrieden. Dafür hatte auch das letzte Spiel gegen Blomberg gesorgt, in dem die Vipers eine starke Leistung gezeigt hatten. „Da haben wir in der Abwehr aggressiv gestanden, auch wenn wir noch den ein oder anderen Fehler im Angriff gemacht haben. Aber das ist zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung noch normal.“ Im Siebenmeterwerfen parierte Helen van Beurden den entscheidenden Strafwurf.

Einen Wermutstropfen gab es allerdings: Bereits im ersten Spiel gegen Dortmund brach sich Nadja Bolze einen Finger – heute soll die Kreisläuferin genauer untersucht werden. „Bei einem glatten Bruch kann man schnell wieder spielen. Bei ihr sieht es allerdings ein wenig komplizierter aus“, so Bremmer.

Beim ersten Spiel gegen Dortmund zeigten die Vipers eine gute Leistung. Das Spiel war umkämpft, vier Sekunden vor dem Ende kassierte Petra Nagy nach einem harten und überflüssigen Foul eine Rote Karte. Der Aufsteiger spielte die folgende Überzahl routiniert aus und erzielte das Siegtor.

Es folgten zwei Siege gegen Gastgeber Kirchhof (18:11) und den niederländischen Verein Aalsmeer (23:14), allerdings war Bremmer mit den gezeigten Leistungen nicht zufrieden. „Sicher ist es schwer, sich nach so einem Spiel wie gegen Dortmund wieder zu konzentrieren. Aber das müssen wir ja auch in der Liga schaffen“, gab Bremmer ihren Spielerinnen mit auf den Weg. „Da war ich schon ein wenig enttäuscht. Die Konzentration muss hoch bleiben.“Insgesamt sah Bremmer weniger die Platzierung im Vordergrund, sondern die Chance für alle Spielerinnen, sich zu präsentieren. Alle bekamen genug Einsatzzeiten, ein Sonderlob verdiente sich Jana Pollmer. „Man merkt deutlich, dass sie Fortschritte gemacht hat. Sie hat ein gutes Turnier gespielt.“

Auch Sarah van Gulik zeigte sich laut Bremmer gut aufgelegt, mit den Leistungen der Neuzugänge Anouk Nieuwenweg („Sie war natürlich noch nervös“) und Cristina Mihai („Sie braucht noch Zeit, um sich wieder an die erste Liga zu gewöhnen“) war Bremmer zufrieden.Am Wochenende steht das nächste Turnier bei Germania Fritzlar auf dem Programm. Am Freitag können die Vipers-Fans ihre Mannschaft erstmals in einem Testspiel zu Hause bewundern: Ab 18 Uhr empfängt die HSG in der Ense-Sporthalle Borussia Dortmund. (tsp)

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