Domstadt-Cup in Fritzlar: Dortmund siegt im Finale 20:18

Bad Wildunger Vipers verfehlen Pokalsieg knapp

Hart im Nehmen: Vipers Neuzugang Annika Ingenpaß hat es nicht leicht, gegen die Lintforder Kuik Inske (links) und Annefleur Bruggemann zum Torabschluss zu kommen. Foto: malafo

Fritzlar. Die HSG Bad Wildungen Vipers waren diesmal ganz nah dran, den Dortmunderinnen den Titel-Hattrick beim Domstadt-Cup in _Fritzlar zu vermasseln.

Von Marcel Glaser

In der Neuauflage des Finales von 2017 reichte es aber wieder nicht ganz für die Handballerinnen von Trainerin Tessa Bremmer. Sie verloren das Endspiel gegen den Ligakonkurrenten BVB mit 18:20 (8:10).

Finale

Dafür musste der BVB allerdings viel Widerstand brechen. Nach dem 3:3 (11.) sorgten Annika Ingenpaß und Anouk Nieuwenweg für eine 5:3-Führung (13.) der Vipers, bevor Dortmund besser ins Spiel fand und sich bis zur Pause einen 10:8-Vorsprung erspielte. „Unsere Abwehrreihe stand sehr gut und wir haben wenig Fehler gemacht und diszipliniert gespielt“, sagte BVB-Coach Norman Rentsch. Vor allem mit Dortmunds Torfrau Clara Woltering, die in der ersten Hälfte allein neun Bälle parierte, hatte das Team von Trainerin Tessa Bremmer Probleme.

Nach dem Seitenwechsel setzte sich die Rentsch-Sieben dank der Distanzwürfe von Nadja Mansson und einer starken 6:0-Deckung auf 18:14 (34.) ab, eher Wildungen eine furiose Aufholjagd startete und beim 17:19 (37.) durch Romy Bachmann-Morf wieder dran war. Dann aber leitete ein Fehlpass von Vipers-Torfrau Manuela Brütsch die Entscheidung ein. Caroline Müller traf zum 20:17, Bachmann-Morf konnte nur noch verkürzen. „Wir waren im Angriff zu zaghaft und haben zu viele Bälle verworfen“, sagte Vipers-Trainerin Tessa Bremmer: „Insgesamt haben wir aber ein gutes Turnier gespielt und uns von Spiel zu Spiel gesteigert.“

Spiel um Platz 3

Zweitligist FSV Mainz sorgte im „kleinen Finale“ für eine Überraschung und bezwang Bundesligist HSG Bensheim/Auerbach mit 19:17 (10:4).

Vor allem in der ersten Hälfte bot das Team von Trainer Thomas Zeitz eine starke Leistung, wobei Torhüterin Kristin Schäfer herausragte und ein ums andere Mal gegen den HSG-Angriff um die Ex-Wildungerin Sarah van Gulik und Linkshänderin Julia Maidhof parierte. So erspielte sich der FSV, bei dem Simona Cipaian klug Regie führte, zur Pause eine 10:4-Führung.

Nach der Pause kam der Bundesligist besser ins Spiel. Nach einem Doppelschlag von Maidhof war die Sieben von Trainerin Heike Ahlgrimm wieder dran. Die Entscheidung besorgten zwei Ex-Wil-dungerinnen. Erst behielt Cipaian vom Punkt die Nerven, dann machte Hanne von Rossum per Tempogegenstoß beim 19:16 (40.) alles klar.

Turnierverlauf

Die Vipers starteten mit drei Siegen in das Turnier in Fritzlar. Das Bad Wildunger Team punktete mit 22:16 gegen Beyeröde, mit 22:19 gegen Bensheim und sicherte sich den Gruppensieg nach dem 19:13 gegen den TuS Lintfort.

Ohne Punktverlust zogen auch die Dortmunderinnen ins Finale ein. Sie schlugen Fritzlar 28:8, Rödertal 22:21, und Mainz 21:9.

Das Spiel um Rang fünf gewann der Gastgeber und Drittligist SV Fritzlar gegen Beyeröhde mit 15:14.

Sieglos beendete Lintfort das Turnier. Dabei lag der TuS im Spiel um Platz sieben lange vorn, bevor der neuformierte Bundesliga-Absteiger HC Rödertal aufdrehte und noch mit 22:19 gewann.

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