21:24-Finalniederlage gegen Blomberg – 19:17-Sieg gegen Gastgeberinnen

Vipers Zweite bei Turnier in Halle

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Freie Bahn: Die Bad Wildunger Linksaußen Alina Otto (Zweite von links) hat sich gegen Swantje Heimburg (links) und Helena Mikkelsen (hinten, Halle-Neustadt) durchgesetzt und nimmt das Tor von Lara Lepschi ins Visier. 

„Ich bin insgesamt zufrieden“, bilanzierte Bad Wildungens Trainerin Tessa Bremmer nach dem zweiten Platz der Vipers beim 6. SHW-Saale-Cup in Halle.

Halle. In der Erdgas-Arena hatten sich der Erstligazwölfte nach Siegen in der Vorrunde über den Zweitligavierten Füchse Berlin (19:17) und dem gastgebenden Erstligaaufsteiger SV Union Halle-Neustadt erst im Finale der jeweils über 2 x 20 Minuten ausgetragenen Begegnungen vor 80 zugelassenen Zuschauern dem Erstligavierten HSG Blomberg-Lippemit 21:24 geschlagen geben müssen. Die Überraschungsteam der Vorsaison hatte zuvor die Zweitligisten VfL Waiblingen (22:14) und BSV Sachsen Zwickau(25:15) geschlagen.

„Wir haben gegen Blomberg lange mitgehalten und gegen Halle eine sehr gute Leistung gezeigt. Beides war für unser Gefühl sehr wichtig. Wir haben aber in der Abwehr noch ein bisschen Arbeit, weil uns im Innenblock eine typische Deckungsspezialistin fehlt“, sagte Bremmer, die in der Zentrale Maxi Mühlner, Sabine Heusdens, Maxime Struijs und Annika Ingenpaß eingesetzt hatte.

Am Dienstag (19.30 Uhr) bestreiten die Vipers bei Erstligakonkurrent HSG Bensheim/Auerbach ihre Generalprobe vor dem Bundesligastart am 5. September bei der SG BBM Bietigheim.

Finale, Bad Wildungen – Blomberg-Lippe 21:24 (11:11). „Das war ein würdiges Finale und ein tolles Spiel mit einer richtig guten ersten Halbzeit von uns“, sagte Bremmer. Sauer war die Trainerin über die Leistung der beiden Schiedsrichterinnen, die ihre Meinung nach zu viele Zeitstrafen gegen die Vipers verteilten, „sodass wir auch in doppelter Unterzahl spielen mussten, wodurch wir auch das Spiel nicht noch enger gestalten konnten.

Zwischenzeitlich lagen die Südwaldeckerinnen mit sieben Toren zurück, wobei Bremmer durchwechselte und alle ihre Spielerinnen fast gleichmäßig einsetzte.

Vorrunde, Bad Wildungen – Füchse Berlin 19:17 (9:8). Mit dem ersten Turnierspiel konnte Bremmer, „absolut nicht zufrieden sein“, da die schwache HSG zunächst deutlich zurücklag.

Dass die Bad Wildungerinnen letztlich aber noch zu einem ungefährdeten Sieg kamen, hatten sie auch ihren neuen Rückraumspielerinnen Munia Smits und Larissa Platen zu verdanken. Während die Ex-Blombergerin aus dem linken Rückraum traf, holte die vorwiegend auf halbrechts eingesetzte frühere Mainzerin mit eins-gegen-eins-Situationen auch Siebenmeter heraus.

Vorrunde, Bad Wildungen – Halle-Neustadt Berlin 19:15 (8:9).Auch dank der neuen Torfrau Lea Schüpbach, die sogar drei Siebenmeter hielt, setzten sich die Vipers durch. „Lea war überragend“, sagte Bremmer über die von Paris 92 gekommene Torfrau.

„Auch Maxime war richtig gut und torgefährlich“, lobte die Trainerin ihre Spielmacherin Struijs. Gestützt auf das Duo ließen sich die Gäste, bei denen die reaktivierte Heusdens nur zu einem zweiminütigen Kurzeinsatz kam, auch von einem zwischenzeitlichen Rückstand nicht aus der Ruhe bringen. Zudem stand die Abwehr gut und Bremmer fand ihr Team, „fitter“ als die Gastgeberinnen.(jh)

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