Vor dem Final Four: HSG Bad Wildungen schnuppert Atmosphäre in Porsche-Arena

Training bei Hähnchenduft - Vipers in Stuttgart angekommen

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Trainingsbeobachterin: Tessa Bremmer in der Stuttgarter Porsche-Arena.

Stuttgart. So langsam wird's ernst, das war auch bei der HSG Bad Wildungen zu spüren. Die Vipers-Handballerinnen betraten am Freitag erstmals das Parkett, auf dem es am Samstag gilt.

„Gut Sabi“, lobt Bad Wildungens Trainerin Tessa Bremmer ihre Spielmacherin Sabine Heusdens nach einer geglückten Aktion im Abschlusstraining vor dem Final Four-Turnier in der Stuttgarter Porsche-Arena. Die ist nach der 80-minütigen Übungseinheit von der imposanten Arena beeindruckt. „Die Halle ist richtig cool. Das Spielfeld wirkt größer als das bei uns in Bad Wildungen. Es war wichtig, dass wir schon einmal in der Halle trainiert haben“, sagt die Niederländerin.

Allerdings wird die Arena im Neckarpark heute bei den Halbfinalspielen zwischen Bad Wildungen und Oldenburg (15 Uhr) und Bietigheim gegen Metzingen (17.30 Uhr) sowie am Sonntag beim Spiel um Platz drei (12.30 Uhr) und dem Finale (15 Uhr) nicht ausverkauft sein. Nur jeweils 2000 Zuschauer werden an den beiden Tagen erwartet.

Ein Hauch von Hähnchenduft zieht während der Einheit der Vipers durch die Halle. „Los Mädels, das Tempo ist zu lahm“, betätigt sich Linksaußen Miranda Schmidt als Motivatorin ihres Teams, mit dem Bremmer zuvor bei einer Unterbrechung noch über die Abwehrtaktik gegen Oldenburgs Nationalspielerin Angie Geschke gesprochen hat.

Sina Ritter trainiert wieder

Während hinter dem Handballfeld die Aufbauarbeiten laufen, macht Sina Ritter überraschend die komplette Trainingseinheit mit. Die Linksaußen hat wegen ihrer Daumenverletzung einen Tapeverband um ihre rechte Wurfhand. „Sie hat zum ersten Mal wieder trainiert und wird nach drei Wochen Pause nur im Notfall zum Einsatz kommen“, sagt Bremmer, die zuvor ab und an das Handy gezückt hat, da sie sich ihren Trainingsplan auf ihrem Smartphone notiert hat.

Wieder am Ball: Sina Ritter.

Ihr Team ist der einzige Neuling bei der Pokalendrunde, während Favorit und Vorjahresmeister Bietigheim im vergangenen Jahr vor heimischer Kulisse erstmals dabei war und damals an Buxtehude, dem späteren Pokalsieger, scheiterte. Dieses Mal will das Team um die polnische Rückraumspielerin Karolina Kudlacz-Gloc, die bei der Wahl zur Spielerin der Saison Dritte hinter der Tschechin Iveta Luzumova und deren Mannschaftskollegin Dinah Eckerle (beide Thüringer HC) wurde, unbedingt den Titel holen.Das gilt auch für Metzingen, das fünfmal beim Final Four dabei war, davon dreimal im Finale stand, aber im Gegensatz zu den dreimal erfolgreichen Oldenburgerinnen den Cup noch nie gewann.

Während der VfL auf eine Einheit am Freitag verzichtete und direkt zum Empfang der Stadt Stuttgart am Abend mit Bürgermeister Werner Wölfle im Museum „Straßenbahnwelt Stuttgart“ am Abend anreiste, trainierten nach der HSG auch Bietigheim und Metzingen mit Bald- iper Annika Ingenpaß, die gleich ihre künftigen Kolleginnen begrüßte.

Die Vipers beim Final Four im DHB-Pokal (Tag 1)

„Ich denke es war ein ordentliches Abschlusstraining. Der Boden hier ist etwas gedämpfter als in anderen Hallen. Wir sind alle heiß auf das Turnier und freuen uns richtig darauf“, gab Linksaußen Anna-Maria Spielvogel die Stimmung bei den Vipers wieder, während Heusdens zugab, „dass man merkt wie sich die Spannung aufbaut“. Die soll sich heute in positive Energie entladen, um gegen Oldenburg den angestrebten Finaleinzug klarzumachen.

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