Zwischen Bietigheim und Erfurt

Vorläufiger Spielplan für Vipers

Applaus: Peter Beuth (links), der Hessische Innen- und Sportminister und Vipers-Geschäftsführer Uwe Gimpel beklatschen bei der 25:30-Niederlage gegen Bietigheim am 15. Februar eine gelungene Bad Wildunger Aktion.
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Applaus: Peter Beuth (links), der Hessische Innen- und Sportminister und Vipers-Geschäftsführer Uwe Gimpel beklatschen bei der 25:30-Niederlage gegen Bietigheim am 15. Februar eine gelungene Bad Wildunger Aktion.

Während Trainerin Tessa Bremmer die Erstligahandballerinnen der HSG Bad Wildungen auf die kommende Saison vorbereitet, die am 5. September beginnen soll, sind die Vipers-Verantwortlichen um Geschäftsführer Uwe Gimpel damit beschäftigt den Zwölften auch wirtschaftlich gut durch die Corona-Krise zu führen.

Zur Liquiditätssicherung hat die HSG inzwischen vom Land Hessen einen Zuschuss zur Soforthilfe erhalten, bestätigt Gimpel, ohne Zahlen zu nennen. Zudem wird der Klub noch ein Darlehen beim Land Hessen beantragen, was nach Aussage von Gimpel bis zu 20 Prozent des Jahresetats der Südwaldeckerinnen, der bei rund 300000 Euro liegt, betragen darf. Dieses soll eine fünfjährige Laufzeit haben und zinsfrei sein. Mit dieser Unterstützung wollen die Vipers ausbleibende Sponsoren- und Zuschauereinnahmen kompensieren.

Zudem hoffen Gimpel und Co. noch auf „Hilfe vom Bund“, der mit insgesamt 200 Millionen Euro im Rahmen seines Konjunkturpaketes die Profiklubs der Bundesligen unterstützen will. Kriterien der Verteilung sollen dabei die fehlenden Zuschauereinnahmen im Jahr 2020 sein, von denen 80 Prozent der ausbleibenden Nettoerlöse erstattet werden sollen. Bei vor der Coronakrise 700 Zuschauern im Schnitt und insgesamt neun geplanten Heimspielen, inklusive der vier ausgefallenen Begegnungen in der vergangenen Runde, könnten da für die Vipers bis zu 55000 Euro (geschätzt) zusammenkommen.

Gimpel hat derzeit noch Zweifel, ob die neue Saison wie geplant starten kann und befürchtet, dass die Vipers im Jahr 2020 nicht vor vollen Rängen in der Ense-Halle spielen können, sofern überhaupt Zuschauer zu den Spielen zugelassen werden.

Heimpremiere gegen Mainz 05

Nach dem vorläufigen Spielplan müssten Bad Wildungen am 5. September zunächst beim Vorjahreszweiten SG BBM Bietigheim antreten, bevor die HSG eine Woche später zur Heimpremiere Larissa Platens Ex-Klub, den 1. FSV Mainz 05 (zuletzt auf Rang 13) empfangen würde. Bis zur Pause aufgrund der Europameisterschaft (4. bis 20. Dezember) in Dänemark und Norwegen warten zehn Partien auf das Team um Spielführerin Manuela Brütsch. Mit dem Restart und der Partie gegen die TuS Metzingen (3., 27. Dezember), der Begegnung beim Vorsaisonersten Borussia Dortmund (30. Dezember) warten dann bis zum Hinrundenabschluss beim Thüringer HC (5.) auch mit den Spiel bei Munia Smits und Kira Schnacks Ex-Klub Blomberg-Lippe (4.) richtige Kracher auf die Vipers.

„Der Spielplan ist ganz gut für uns, wobei wir in Bietigheim nichts zu verlieren haben und es für uns danach schnell zur Sache gehen wird, da dann viele Spiele kommen, in denen wir punkten können“, sagt Bremmer. Um dies in die Tat umzusetzen, lässt sie ihr Team derzeit mächtig schwitzen.

Trainingspensum für Neue „Schock“

„Für unsere Neuen war die erste Trainingswoche ein Schock“, sagt sie in Anbetracht des Pensums mit elf Einheiten. „Die Workouts, die die Spielerinnen während der Coronapause gemacht haben, zahlen sich jetzt aus. Meine ersten Eindrücke sind sehr positiv. Das Team ist sehr ehrgeizig“, so Bremmer. Die 37-Jährige kann im Mannschaftstraining bis auf Platen (Knorpelglättung) auf alle Spielerinnen, darunter auch Torfrau Lea Schüpbach (Paris) zurückgreifen.

Bei Kreisläuferin Annika Ingenpaß muss die Niederländerin wegen deren Patellasehnenproblemen wie auch beim Wurftraining des Teams nach fast dreimonatiger Pause, „die Schultern sind fast festgerostet“, bei ihrer Belastungssteuerung Vorsicht walten lassen. Enden soll die kommende Vipers-Saison nach dem Rückrundenstart am 23. Januar gegen Bietigheim mit dem Gastspiel in Erfurt beim Thüringer HC. am 22. Mai 2021.

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