1. Frauenhandball-Bundesliga: Vipers setzen Ausrufezeichen

Bad Wildungen gewinnt bei Halle-Neustadt mit 32:19 (13:9)

+
Bezeichnendes Bild: Die Bad Wildunger Kreisläuferin Maxi Mühlner (rechts), die Marija Gudelj (Mitte, Halle-Neustadt) versetzt hat, hat freie Bahn und erzielt gegen Torhüterin Anica Gudelj einen ihrer vier Treffer.

Die HSG Bad Wildungen hat sich mit einem Ausrufezeichen in die Pause aufgrund der Handball-Europameisterschaft in Dänemark (3. bis 20. Dezember 2020) verabschiedet. Beim SV Union Halle-Neustadt gewannen die Vipers in der Höhe sensationell mit 32:19 (13:9).

Dabei taten sich die Südwaldeckerinnen, die in der Tabelle nun vom elften auf den achten Rang vorgerückt sind, beim Erstligaaufsteiger nach dem 0:1 (2.) nur bis zum 3:3 (10.) schwer. Danach übernahmen die Bad Wildungerinnen, die vor zwei Wochen im Pokal in der Ense-Halle gegen Halle-Neustadt mit 37:31 (17:12) gewonnen hatten, das Kommando, ohne sich zunächst aber in der coronanbedingt leeren Erdgas-Arena klar absetzen zu können. So blieb Halle nach dem 5:3 (12.) erst einmal weiter auf Tuchfühlung und glich beim 8:8 in der 24. Minute letztmals aus.

 Doch danach drehten die Gäste auf und zogen bis zur Pause auf 13:9 davon. Gestützt auf Torfrau Lea Schüpbach und die sehr starke Abwehr baute Bad Wildungen seinen Vorsprung gegen die in allen Belangen enttäuschenden Gastgeberinnen direkt nach dem Seitenwechsel vorentscheidend auf 17:10 nach 34 Minuten aus. 

Sehr starke Abwehr

Dabei profitierte die hochmotivierte HSG immer wieder von den Ballverlusten der Gastgeberinnen. Beim 25:15 führten die Vipers nach 48 Minuten erstmals sogar mit zehn Treffern. Obwohl Trainerin Tessa Bremmer am Schluss viel wechselte, konnte ihre Mannschaft ihre Führung bis zum 32:19-Kantersieg sogar noch ausbauen. 

Während bei Halle Linksaußen Jenice Funke mit vier Treffern, davon drei durch Siebenmeter, die erfolgreichste Werferin war, erzielten bei den Nordhessinnen die überragende Halbrechte Jana Scheib (acht), Kreisläuferin Maxi Mühlner (vier), Linksaußen Anna-Maria Spielvogel (vier) und Regisseurin Maxime Struijs (vier, davon ein Siebenmeter) die meisten Treffer. 

„Ich bin total glücklich über den Sieg. Wir haben uns in der Abwehr im Vergleich zum Pokalspiel sehr gesteigert“, sagte Vipers-Trainerin Tessa Bremmer. (jh)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare