1. Frauenhandball-Bundesliga: Unglückliche Niederlage für Vipers zum Start

Bad Wildungen verliert in Blomberg 25:28 (15:13)

+
Augen zu und durch: Viper Anouk Nieuwenweg (Mitte) wird von den Blombergerinnen Franziska Müller (links) und Kamila Kordovska (rechts) attackiert, während ihre Teamkollegin Annika Busch die Szene beobachtet.

Blomberg. Der Start der HSG Bad Wildungen in die neue Erstligasaison ist missglückt. Bei der HSG Blomberg-Lippe verlor die Mannschaft von Trainerin Tessa Bremmer mit 25:28 (15:13).

Vor 836 Zuschauern in der Ulmen-Halle hatte sich zunächst keine Mannschaft bis zur 11:9-Führung der Lipperinnen nach 20 Minuten auf zwei Tore absetzen können. Nach dem 0:1 (1.) lagen die Gäste bis zum 5:4 (9.) sogar in Führung und glichen auch beim 11:11 durch einen Doppelschlag von Rechtsaußen Annika Busch wieder aus (21.). Auch nach dem 11:13 in der 26. Minute schlugen die sehr diszipliniert spielenden Südwaldeckerinnen zurück und gingen ihrerseits mit einer 15:13-Führung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel setzte sich Bad Wildungen, angeführt von ihrer neunfachen Torschützin Anouk Nieuwenweg, sogar auf 16:13 (32.) ab und lag auch nach 38 Minuten beim 18:15 noch mit drei Treffern in Führung. Beim 21:20 in der 46. Minute hatten die Vipers in der gutklassigen Begegnung letztmals die Nase vorn und auch beim 23:23 (53.) noch einen Punkt in der Tasche.

Dann agierten die Nordhessinnen in der bis dahin völlig ausgeglichene Partie, in der beiden Mannschaften neun von 13 Siebenmetern ungenutzt ließen, unglücklich, blieben aber bis zum 25:26 durch Romy Bachmanns zweiten Treffer 82 Sekunden vor Schluss noch auf Tuchfühlung.

Das 25:27 durch Blombergs überragende niederländische Kreisläuferin Celine Michielsen 58 Sekunden vor dem Ende bedeutete dann die Entscheidung zugunsten der Gastgeberinnen, bei denen sich trotz des glücklichen Sieges das Fehlen der an einem Nasenbeinbruch laborierende dänischen Spielmacherin Silje Brons Petersen bemerkbar gemacht hatte.

Bei den Vipers, die fünf Strafwürfe vergaben, und mit der Leistung der Schiedsrichter Sebastian Grobe und Adrian Kinzel unzufrieden waren, war neben der niederländischen Halbrechten Nieuwenweg die linke Rückraumspielerin Laura Vasilescu mit vier Toren beste Werferin, während bei Blomberg neben Michielsen (9), Gisa Klaunig (5/1) und Franziska Müller (5/2) am erfolgreichsten waren. „Ein Unentschieden wäre auf jeden Fall gerecht und fair gewesen“, war HSG-Trainerin Bremmer mit der guten Leistung ihres Teams nicht aber mit dem Ergebnis zufrieden. (jh)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare