1. Frauenhandball-Bundesliga: Zu viel Chaos  

Bad Wildungen verliert gegen Halle-Neustadt 22:27

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Beste Viper: Die Bad Wildunger Torhüterin Anne Bocka (links) versucht den Wurf von Sophie Lütke (Halle-Neustadt) abzuwehren.

Bad Wildungen. Die Situation im Kampf gegen den Abstieg wird für die HSG Bad Wildungen immer prekärer. Gegen das Tabellenschlusslicht SV Union Halle-Neustadt verloren die stark ersatzgeschwächten Vipers verdient mit 22:27 (9:12) und verpassten so einen Befreiungsschlag.

Als Zehnter haben die Südwaldeckerinnen aber weiter drei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang.

Vor 800 Zuschauern in der Ense-Halle lag die HSG mit 1:4 (7.) hinten, weil sie sich gegen die aggressive 3:2:1-Deckung der Gäste sehr schwer tat. Nach dem 4:8 (16.) und 5:10 (23.) kam Bad Wildungen zur Freude seiner Fans dann aber besser ins Spiel. Die Vipers verkürzten bis zum Halbzeitpfiff der wieder einmal überforderten Schiedsrichterinnen Susann Kruska und Sarah Lange, die sie einige Male benachteiligten, auf 9:12.

Nach dem Seitenwechsel und dem 11:13 (33.) hatte die HSG beim 14:13 (37.) die Partie gedreht und damit auch ihre erste Führung erzielt. Die hatte jedoch nur bis zum 17:16 nach 44 Minuten Bestand, bevor der Aufsteiger die Passivität der HSG-Abwehr zum 21:18 (49.) nutzte und beim 24:20 (55.) endgültig auf die Siegstraße eingebogen war. 

Während für die Vipers Rückraumspielerin Anouk Nieuwenweg (sechs Tore, davon zwei durch Siebenmeter) sowie Anna Frankova und Sina Ritter (je fünf) die erfolgreichsten Werferinnen waren, ragten bei den Gästen Sophie Lütke (sieben) und Swantje Heimburg (fünf) heraus.

„Die Punkte wären wichtig gewesen“, trauerte HSG-Trainerin Tessa Bremmer den verpassten Zählern nach dem chaotischen Auftritt ihrer Mannschaft nach. (jh)

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