Vipers-Linksaußen bleibt bis 2021, Vertrag der Tschechin aufgelöst

Zeichen im Abstiegskampf: Spielvogel verlängert Vertrag, Frankova muss gehen

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Druck von Linksaußen: Anna-Maria Spielvogel (links), hier gegen Bensheims Torfrau Helen van Beurden will auch in der Saison 2020/21 für die HSG Bad Wildungen auf Torejagd gehen. Die 22-Jährige verlängerte ihren Vertrag bei den Vipers.

Ungewisse Zukunft? Vielleicht für die Vipers, was die Liga betrifft. Anna-Maria Spielvogel hat sich aber festgelegt. Sie bleibt noch ein Jahr in Bad Wildungen. Das gilt nicht für Anna Frankova.

Bad Wildungen. Das neue Jahr war bisher kein frohes für die Handballfrauen der HSG Bad Wildungen. Nach dem 26:30 im Kellerduell gegen Aufsteiger Mainz kreist das Abstiegsgespenst noch tiefer über der Kurstadt. Die aktuelle Pause in der ersten Bundesliga - am Mittwoch, 15. Januar, geht es in Oldenburg weiter - nutzten die Vipers, um personell etwas zu klären.

Die schlechte Nachricht für die Fans: Anna Frankova trägt nicht länger das Trikot der Bad Wildungerinnen. "Ihr Engagement bei den Vipers sei beendet, erklärte der Verein auf seiner Facebookseite.

Die tschechische Rechtsaußen hatte in den Spielen nach Weihnachten bereits gefehlt, weil sie aus vereinsinternen Gründen suspendiert worden war. Offenbar hat sie sich ein gröberes Fehlverhalten geleistet. Detailliert äußern sich Verein und Spielern dazu nicht. 

Auflösungsvertrag mit Frankova

Die HSG und Frankova unterschrieben einen Auflösungsvertrag. "Es war kein einfacher Prozess. Letztlich sind wir, vor allem auch im Hinblick auf die Mannschaft, zu dieser notwendigen Lösung gekommen", sagt Uwe Gimpel, Geschäftsführer der Vipers, die als Frankova-Ersatz Miranda Schmidt-Robben reaktivierten.

Die gute Nachricht: Anna-Maria Spielvogel wird dagegen weiter Teil des Bad Wildungers Kasers sein; auch über das Saisonende hinaus. Die kampfstarke Linksaußen-Spielerin geht voran und verlängerte ihren Vertrag um ein Jahr. Ob er auch im Falle eines Abstiegs gilt, teilte der Vereine nicht mit.

Spielvogel zählt zu den Stützen des Teams; mit ihrer bedingungslosen Kampfbereitschaft geht die 22-Jährige vor allem in der Abwehr immer wieder voran und reißt die Mannschaft mit vielen Ballgewinnen ein ums andere Mal mit. "In der bisherigen Saison hat sie sich zu einer echten Führungsspielerin im Team entwickelt und bereichert die Mannschaft als absoluter Teamplayer", heißt es in der Pressemitteilung der HSG.

Spielvogel trägt schon vier Jahre das HSG-Trikot

Der gehörte Spielvogel bereits im Jahr 2011 an. Damals wechselte sie von ihrem Heimatverein HSG Kahl/Kleinostheim in das Handball-Leistungszentrum. Ein Jahr später führte sie ihr Weg nach Leverkusen, wo Anna eine sehr erfolgreiche Zeit in den Jugendmannschaften der Werkselfen erlebte und erste Erfahrungen in der Bundesliga sammelte. Vor dem Wechsel 2017 nach Bad Wildungen war „Spieli“ noch ein Jahr für den HC Rödertal aktiv.

Seitdem die ballhungrige Rechtshänderin, die bisher 20 Saisontore erzielte, den Vipers angehört, hat sie eine stetige Weiterentwicklung vollzogen, wie ihre Trainerin Tessa Bremmer beschreibt: „Spieli ist das beste Beispiel dafür, dass man mit harter Arbeit und einer super Einstellung viel erreichen kann. Vor allem im letzten halben Jahr hat sie nochmal einen riesigen Schritt nach vorne gemacht.“

Das sieht Spielvogel ganz ähnlich: „Nach meiner jüngsten Entwicklung war es für mich die logische Konsequenz, dass ich weiter für die Vipers spielen möchte. Ich freue mich sehr auf die kommende Zeit hier, in der es jetzt erst einmal gilt, sich auf den Klassenverbleib zu fokussieren. 

Anna-Maria Spielvogel ist die vierte Spielerin des aktuellen HSG-Kaders, deren Vertrag über das Saisonende hinaus geht. Neben der 22-Jährigen gilt dies auch noch für Maria Ines Da Silva Pereira, Vanessa Plümer und Vanessa Magg.

Vipers-Geschäftsführer Uwe Gimpel hat höchsten Respekt vor der Entscheidung der Linksaußen in der aktuellen Lage: „Spieli hat eine absolute Vorbildfunktion. Wie sie Beruf und Sport unter einen Hut bekommt ist beeindruckend. Ich bin unglaublich froh darüber, dass sie uns auch in der nächsten Saison mit ihrem Kampfgeist auf dem Spielfeld viel Freude bringen wird.“ (red)

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