HSG Bad Wildungen hofft auf Coup in Ostwestfalen

Diszipliniert dagegen halten: Vipers Samstag in Blomberg

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In die Kurve gelegt. Die Bad Wildunger Linksaußen Anna-Maria Spielvogel (links) hat die Bietigheimerin Angela Malestein (hinten) versetzt und nimmt das Gehäuse von Torfrau Dinah Eckerle ins Visier.

Für die unglückliche 25:26 (14:13)-Hinspielniederlage gegen die HSG Blomberg-Lippe würde sich die HSG Bad Wildungen am Samstag (16.30 Uhr, Sporthalle am Schulzentrum) nur allzu gerne revanchieren.

Bad Wildungen – „Der Frust aus dem Hinspiel, das Blomberg glücklich gewonnen hat, ist natürlich eine zusätzliche Motivation für uns“, sagt Vipers-Trainerin Tessa Bremmer vor dem Gastspiel des Zwölften beim Fünften.

„Blomberg ist die Überraschungsmannschaft der Saison. Aber wenn wir eine gute Leistung bringen, sind wir nicht chancenlos. Wir müssen aber von Anfang an dagegen halten und extrem diszipliniert spielen, um Fehler zu vermeiden. Denn wenn man Blomberg spielen und sie zu ihrem Tempospiel kommen lässt, kann man dort auch mit 15 Toren verlieren“, so Bremmer.

Für ihre HSG gelte es vor allem die dänische Spielmacherin Silje Brons Petersen und die niederländischen Leistungsträgerinnen Tessa van Zijl (halbrechts) und Celine Michielsen (Kreis) in den Griff zu bekommen. Zudem hätten die Gastgeberinnen mit Anna Monz-Kühn noch „eine sehr erfahrene Torhüterin“, so Bremmer.

Jana Scheib muss wohl aussetzen

Beim Unterfangen der Südwaldeckerinnen in Blomberg zu punkten, dürfte ihnen wohl Linkshänderin Jana Scheib, die sich bei der 25:30-Niederlage gegen Meister SG BBM Bietigheim eine leichte Gehirnerschütterung zugezogen hatte, fehlen. 

„Janas Ausfall wäre ein riesiger Verlust“, sagt Bremmer, die dann im rechten Rückraum wohl auf die gelernten Spielmacherinnen und Rechtshänderinnen Maria Ines Da Silva Pereira und Erika Rajnohova in dieser Reihenfolge setzen wird. Dass eine Rechtshänderin im rechten Rückraum die Wurfkraft schwächt, weiß Bremmer.

Bremmer setzt auf aggressive Abwehr

Sie hofft, dass auf der anderen Rückraumseite Sabine Heusdens, „auf die wir extrem angewiesen sind“, ihren in Buxtehude (25:31) und gegen Bietigheim gezeigten Aufwärtstrend bestätigt. Die im Angriff und Abwehr unverzichtbare Kämpferin soll in der Defensive, wenn möglich, durch Rajnohova entlastet werden. „Wir wollen an unsere Leistung gegen Bietigheim anknüpfen“, sagt Bremmer und hofft, dass ihre Mannschaft erneut durch eine aggressive Abwehr wie gegen den Meister zu Tempogegenstoßtreffern kommt. 

Für die waren meist Rechtsaußen Miranda Schmidt-Robben und Linksaußen Anna-Maria Spielvogel zuständig, auf deren Abwehrstärke Bremmer auch in der Halle an der Ulmenallee setzt.

Gerade vor dem folgenden Kellerduell am übernächsten Samstag gegen Schlusslicht Kurpfalz Bären, wäre morgen ein Erfolgserlebnis für die Vipers, „wir konzentrieren uns derzeit nur auf das Blomberg-Spiel“, so Bremmer, extrem wichtig.

Der Gegner überrascht als Fünfter

Blomberg-Lippe ist als Rangfünfter das Überraschungsteam dieser Erstliga-Saison. Den Aufschwung des Sechsten der Vorsaison belohnten die HSG-Verantwortlichen mit einem Vertrag bis zum 30. Juni 2022 für den 39-jährigen Coach Steffen Birkner. 

Der Trainer hat nach den bereits feststehenden Abgängen der Leistungsträgerinnen Silje Brons Petersen (Metzingen) Tessa van Zijl (Dortmund), Celine Michielsen (Quintus) sowie von Anna Monz-Kühn (Karriereende), Kira Schnack, Munia Smits (beide Bad Wildungen) und Merle Heidergott (Bremen) am Saisonende einen großen Umbruch zu bewältigen. „Mein Ziel ist es möglichst schnell ein ähnlich starkes Gebilde wie in der laufenden Spielzeit zu formen.“ 

Mit seinem derzeitigen Team peilt Birkner „Platz fünf“ an und hofft, dass dieser für die Qualifikation für den EHC-Cup reicht. Auf den Weg dorthin will Blomberg gegen die Vipers gewinnen. „Natürlich sind wir Favorit, aber das wird eine brutal schwere Aufgabe, weil Bad Wildungen trotz seines zwölften Tabellenplatzes eine hohe Qualität und einen guten Kader hat“, so Birkner. (jh)

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