Vipers rennen zu oft Rückstand hinterher - Trainerin Bremmer stinksauer

Unmut über Schiris, Anzeigetafel und Niederlage: Vipers 27:29 in Blomberg

+
Kaum zu halten: Bad Wildungens Maria Ines Da Silvia Pereira wird von Kamila Kordovskà (Blomberg) gestoppt; rechts deren Teamkollegin Celine Michielsen. 

Chance auf einen „Bonuspunkt“ vertan: Die HSG Bad Wildungen wartet in der Handball-Bundesliga der Frauen weiter auf die ersten Rückrundenpunkte. Mit 27:29 (11:14) unterlag die Mannschaft von Trainerin Tessa Bremmer dem Tabellenfünften HSG Blomberg-Lippe.

Blomberg – Es war wieder so ein knappes Ding: Sieben der letzten neun Duelle zwischen den Hessinnen und den Ostwestfalinnen endeten mit maximal drei Toren Unterschied. So auch das Match am Karnevalssamstag vor 851 Zuschauern in der Sporthalle an der Ulmenallee. 

Und nach diesem war Tessa Bremmer richtig angefressen. "Das müssen wir jetzt erst einmal schlucken. Das war eine extrem bittere Niederlage", fühlte sich die Vipers-Trainerin beim 27:29 (11:14) verschaukelt und um den Lohn der Arbeit gebracht.

Den Vipers-Unmut zogen sich nicht nur die unsicher wirkenden Schiedsrichter Julian Köppl und Denis Regner mit einer ungehemmten Zeitstrafenverteilung zu, sondern auch die Anzeigentafel , die immer wieder Spielstände übersprang und Fehlangaben produzierte. 

So stand zwar nach 60 Minuten ein offizielles 29:27 auf der Anzeigentafel, aber dazu sollte HSG-Regisseurin Silje Brons Petersen vier Treffer beigetragen haben. Die Dänin selbst allerdings erinnerte sich später nur an drei erzielte Tore. Nachvollziehbarer erschien also ein Endstand von 28:27.

Bad Wildungen legt Beschwerde ein

Während Blombergs Trainer Steffen Birkner seiner Abwehr einen tadellosen Job bescheinigte und 15 ausgelassene Chancen bemängelte zu einem „kämpferischen Sieg“, ließ Bremmer Dampf ab und spielte dabei vor allem auch auf die letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit an, als Blomberg aus einem 8:8 ein 13:8 machte und dabei gekonnt die Vipers-Unterzahl (u.a. wegen eines Wechselfehlers) nutzte. 

Für einen Bad Wildunger Einspruch reichte es nicht, dafür ging aber eine Beschwerde ein, die auch im Spielberichtsbogen ihre Aufnahme fand.

Während zum Sieg auf Blomberger Seite vor allem Melanie Veith in der zweiten Halbzeit im Tor mit acht Paraden, Laura Rüffieux mit einer überzeugenden Gesamtleistung und Celine Michielsen mit ihrer Konsequenz am gegnerischen Kreis beitrugen, waren es bei Bad Wildungen die mit 15 Paraden überragende Manuela Brütsch im Tor sowie Annika Ingenpaß und die 60 Minuten in der Abwehr und im Rückraum ackernde Sabine Heusdens.

Für deren Team ist die Lage im Abstiegskampf nach dem Göppinger Auswärtssieg in Ketsch nun klar: Mehr als das Verteidigen des drittletzten Platzes scheint nicht mehr möglich, das kommende Heimspiel gegen die punktgleichen Kurpfalz Bären gewinnt noch mehr an Bedeutung. (Dietmar Welle)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare