Zwei Absteiger in der Fußball-Gruppenliga unter sich    

1:1 - Mengeringhausen und  Baunatal II liefern fade Kost  

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Swing aus der letzten Rille. Der Baunataler Martin Kapler (links) und der Mengeringhäuser Dennis Jakob führen den Tanz um den Ball vor. Die Gruppenliga-Partie endete 1:1

Mengeringhausen. Die umstrittenen Montagsspiele sind auch nicht für die Fußball-Gruppenliga zu empfehlen.

Denn es war nichts für Fußball-Ästheten was die Spieler des TuSpo Mengeringhausen und des KSV Baunatal II gestern Abend beim 1:1 (1:0) auf den Rasen gebracht haben. 

Dafür gibt es Gründe: Es war nicht mal mehr Abstiegskampf für die beiden Teams angesagt, sie sind schon zum Rückweg in die Kreisoberliga verdammt. Aber auch die viele Spiele in den vergangenen Wochen stecken den Akteuren in den Knochen. 

Und wenn dann TuSpo-Trainer Jörg Büchse vorher sagt, wir spielen mit Viererkette und nur einem Sechser, damit wir die Baunataler hoch anlaufen können, heißt das im Saisonendspurt noch lange nicht, dass die Spieler diese Vorgabe auch umsetzen. Viel zu tief stand die Büchse-Elf gestern viel zu oft. 

Und beiden Mannschaften fehlt der Druckaufbau es war mehr Geh- statt Laufspiel zu sehen. So entwickelte sich ein Langweiler, dessen zwei Tore dennoch überraschten, denn in der Offensive verfolgten beide Teams eher die taktische Marschroute den Ball vorne reinbolzen und vielleicht schießt das Glück die Tore. 

Der Baunataler Melith Binguel hätte in der 34. Minute fast den Dusel gehabt, doch seine Flanke fiel nur auf die Latte des von Andrej Neubauer gehüteten TuSpo-Tores. Vier Minuten später Freistoß aus rund 20 Meter für den TuSpo. Tim Schade nimmt Maß hebt den Ball gefühlvoll über die Mauer und der schlägt neben dem linken Pfosten ein. 1:0. Baunatal schaffte fast im Gegenzug den Ausgleich. Der Ex-Korbacher Tjarde Bandowski spielte den Ball schön in die Gasse für Martin Kapler, aber seinem Schuss kam gerade noch ein Mengeringhäuser Fuß in die Quere. 

Nach dem Wechsel wurde die Partie immer unansehnlicher. „Was ist denn mit euch los?“, fragte der hilflos da stehende Baunataler Spielertrainer Mikaeil Shihni. Es häuften sich nun auch einfache technische Fehler auf beiden Seiten, schon die Ballannahme war öfters ein Problem. 

Und wenn Konzentration und Kraft nicht mehr stimmen, sieht der ausgeruhte Zuschauer Szenen bei denen er nur noch den Kopf schüttelt und die Worte „den hätte ja meine Oma noch...., von sich gibt. Als bei beiden Teams quasi nicht mehr viel ging, fiel der Ausgleich für Baunatal, mit dem niemand mehr gerechnet hat. Der Ex-Korbacher Javik Jaliyan stand plötzlich frei vor Neubauer und hob den Ball über ihn. 

Fast wäre das Mengeringhäuser Dauersaisonpech wieder über den TuSpo geflossen, denn Pascal Adler lief in der Nachspielzeit allein auf Torwart Neubauer zu, sein Schuss war gut, aber die Glanzparade des Keepers noch besser. „Wir machen diese Dinger nicht und der Gegner macht sie“, sagte Shihni. Sein Kollege Büchse sagte zu diesem Kick nur: „Wir waren heute als Mannschaft gar nicht im Spiel.“ (rsm) 

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