Gruppenliga: Spitzenreiter FSG Gudensberg profitiert von verschossenem Elfmeter

1:3 - SG Bad Wildungen unter Wert geschlagen

Tom Siebert (l.) besiegte die Wildunger fast im Alleingang. Er erzielte beim 3:1 alle Tore für Gudensberg, hier versucht ihn Julian Schneider zu stoppen. 
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Kaum zu halten: Tom Siebert (l.) besiegte die Wildunger fast im Alleingang. Er erzielte beim 3:1 alle Tore für Gudensberg, hier versucht ihn Julian Schneider zu stoppen. 

Das musste nicht sein. Die SG Bad Wildungen/Friedrichstein war nah dran, dem Gruppenliga-Spitzenreiter FSG Gudensberg ein Bein zu stellen, doch hätte, wenn und aber...

Bad Wildungen – Wenn der Elfmeter von Waldemar Schubert in der 70. Minute drin gewesen wäre, hätte er sein Team mit 2:1 in Führung gebracht, aber Torwart Tom Sieghorst besaß die Frechheit,  einfach stehen zu bleiben und wehrte den Ball mit dem Fuß ab.

„Wir wussten, dass Schubert gern in die Mitte zielt“, sagte FSG-Trainer André Fröhlich, der von einem „glücklichen Sieg“ sprach.

Sein Gegenüber Jörg Schäfer nahm die Worte „unglückliche Niederlage“ aber nicht in den Mund. „Wir hatten die Riesenchance zum 2:1, die muss man dann auch nutzen und dann bekommen wir fast zwei identische Tore, weil unsere Innenverteidiger zweimal den Körper nicht zwischen Ball und Tor bekamen.“ Schäfer hat aber kaum einen Unterschied zwischen seinem Team und dem Spitzenreiter gesehen.

Tom Siebert dreifacher Torschütze

Dass hinter dem Erfolg aber auch Können steckt, ließen die Gudensberger immer mal wieder durch guten Kombinationsfußball aufblitzen. Beiden Mannschaften sah man in der Anfangsphase an, dass sie seit Wochen keinen Ligaspiel mehr absolvierte hatten. In den ersten zwanzig Minuten produzierten beide Seiten viele Fehlpässe.

Als niemand so recht mit einem Treffer rechnete, schlug Gudensberg zu: Eine flache Hereingabe nahm Tom Siebert im Fallen auf und der Ball schlug unten rechts im Wildunger Tor ein. Die Badestädter erarbeiteten sich im ersten Durchgang keine nennenswerte Torchance, nur Jan Kramer hatte nach einem Freistoß Pech mit einem Volleyschuss, bei dem der Ball über den Querbalken flog.

Nach dem Wechsel schienen sich die Gudensberger gefunden zu haben, denn sie starteten druckvoll und mit mehr spielerischen Mitteln in die Partie. Sie kombinierten sich einige Male gut nach vorn, aber der Ball wollte noch nicht rein. Und als man mehr mit einem Gudensberger Treffer rechnete, schlugen die Spieler von Trainer Jörg Schäfer zu.

Florian Bruder zog in der 57. Minute von halbrechts aus etwa 20 Meter ab und der Ball schlug im Tordreieck ein. Dieser Treffer brachte die Gäste etwas aus dem Tritt und Wildungen schien auf die Siegesstraße einzubiegen. So verfehlten Weitschüsse von Schubert (60.) und Carsten Laun (63.) knapp ihr Ziel. Ansgar Vogel hatte den Ball nach einem sehenswerten Solo über die rechte Seite zu Laun gepasst. Dann wurde Schubert im Strafraum von den Beinen geholt. Klare Sache, Elfmeter, Schubert....

Diese kleine Schwäche des Gegners baute Gudensberg wieder auf. Plötzlich ließen sie den Ball wieder besser in ihren Reihen laufen und auch das Spiel in die Spitze klappte wieder.

Laun hatte seinen Mitspielern gerade versprochen, „wir kriegen noch unsere Chance“, da bekam sie auf der anderen Seite Tom Siebert, weil die Wildunger ihr Zentrum zu weit offen ließen.

Siebert stieß in diesen Raum vor, erhielt den Ball und der Torjäger schob ihn am herauseilenden Torwart Christian Seibert ins Netz (75.) Und weil es für die Gudensberger so schön war, wiederholten sie diesen Spielzug vier Minuten später noch einmal. 3:1. Wildungen unter Wert geschlagen. (rsm)

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