Fußball-Gruppenliga: SG Felsberg ohne Chance gegen die Badestädter

7:1 - Wildunger Tormaschine läuft wie geschmiert 

Zeigte gegen Felsberg einmal mehr, dass er immer noch sehr wichtig für das Sturmspiel der SG Bad Wildungen ist: Waldemar Schubert. Foto: malafo

Bad Wildungen. Krankenwagen, Polizei und die SG Bad Wildungen/Friedrichstein spielte beim 7:1 (2:0) gegen die SG Felsberg/Lohre/Niedervorschütz so schnell wie die Feuerwehr.

Fast alle Blaulichter kamen bei diesem Fußball-Gruppenligaspiel zum Einsatz. Zunächst rückte der Notarztwagen an und alles Sportliche in den Hintergrund. Sanitäter kümmerten sich um den Wildunger Torwart Johannes Binder, der in der 22. Minute nach einem Freistoß mit dem Kopf an den Pfosten geprallt war. Er war ansprechbar wurde aber wegen des Verdachts auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus eingeliefert.

Nach einigen Minuten Stillstand ging die Partie beim Stand von 1:0 weiter. Den Treffer hatte Waldemar Schubert (11.) erzielt, der anfangs von den Felsbergern nicht auszuschalten war. Er umdribbelte die Gegner wie Fahnenstangen und nur der Felsberger Torwart Marcel Clobes zeigte mehr Beweglichkeit als seine Vorderleute und verhindert einen Hattrick von Schubert in der ersten Viertelstunde (10/15.). Wenn es für die Badestädter künftig mal knapp werden sollte, tun solch vergebene Großchancen weh. 

Das sein Team nicht mehr Tore geschossen habe, sah auch der Wildunger Coach Simon Lieber als einzigen Manko ab. Ansonsten war er rundum zufrieden mit seinen Männern. Sie haben auch einen schön anzusehenden Fußball gezeigt mit guter taktischer Ordnung.

Das Gegenteil konnte man beim Gegner beobachten, dessen Trainer Gisbert Ey sprach von „von einem schwarzen Sonntag, der sich in dieser Form hoffentlich nicht mehr wiederholen wird“.

Den Chancentod im Wildunger Team verkörperte diesmal Jan Kramer. Er hatte zwei Möglichkeiten, bei denen es schwerer war, neben das Tor zu schießen als hinein. Der Ball kam in zwei Fällen (35./ 66.) jeweils flach von außen und der Stürmer traf den rund zwei Meter vor dem Tor so unglücklich, dass er über den Kasten flog. Iven Krüger machte es nach einem schönen Spielzug besser und erzielte das 2:0 (45.+6) noch vor der Halbzeit.

Halbzeit beendet, die Spieler stehen auf dem Platz, aber das Schiedsrichtergespann kommt nicht. Der Unparteiische wurde von der Polizei aufgehalten und befragt, weil er auf der Hinfahrt in einen Unfall verwickelt war.

Das überlange Ausruhen nutzten die Gastgeber besser. Sie kamen nun fast schon nach Belieben vor das Tor der immer lustloser wirkenden Felsberger. 

Allen Toren gingen schöne Spielzüge voraus, die meist über die Außenbahnen vorgetragen wurden. Das 3:0 erzielte Toni Duwe (55.). Tim Malte Krollpfeiffer krönte seine starke Leistung mit dem 4:0 (61.). Der Gegentreffer im direkten Gegenzug durch Ibrahim Coku wirkte wie ein absichtliches Gastgeschenk. Danach schraubten Jan Kramer (67.), erneut Duwe (74.) und Lukas Baumann (79.) das Ergebnis auf 7:1. (rsm) 

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