Gruppenliga Kassel: Bad Wildungen empfängt TSV Mengsberg zum Verfolgerduell

April weist SG den Weg

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Rochaden im Team gegen die drohende Überbelastung hat Trainer Daniel Döring angekündigt. Seine SG Bad Wildungen/Friedrichstein muss im April achtmal ran.  

Bad Wildungen. Strammes Programm für die Fußballer der SG Bad Wildungen/Friedrichstein: Ehe es Mittwoch zum Tabellendritten Wabern geht, empfängt der heimische Rangvierte aus der Badestadt den zweitplatzierten TSV Mengsberg.

Im vergangenen Herbst deutete wenig darauf hin, dass das Wiedersehen im Frühjahr in die Rolle des Topspiels der Gruppenliga rücken würde. Beim 0:4 am Engelhain war für die Wildunger, die zwar das Mittelfeld beherrschten, aber einfach nicht zum Abschluss kamen, der gegnerische Sechzehner regelmäßig Endstation. Die Offensivflaute seiner Elf konnte Daniel Döring seitdem abstellen.

Dagegen bemängelte der SG-Trainer nach der Winterpause durchweg deutlich schwächere zweite Halbzeiten. Über die Feiertage konnten Kramer, Schneider, Wathling und Co immerhin ihre Akkus wieder aufladen, während der Gegner mit 2:0 über den FC Homberg seine Serie auf zehn Spiele ohne Niederlage ausbaute. „Gegner nicht einladen“ „Die Pause hat uns gutgetan, ist aber auch notwendig, schließlich haben wir im April acht Spiele vor der Brust, die ersten beiden gegen unsere direkten Konkurrenten im engen Rennen auf Platz zwei. Wir werden versuchen, die Belastungen durch Rochaden zu minimieren“, gibt Daniel Döring schon einmal einen Hinweis auf spätere Spiele, am Sonntag steht so weit der komplette Kader zur Verfügung, mit Ausnahme von Steffen Pehlke und Florian Bruder, die sich noch im Aufbautraining befinden.

Trotz der Herausforderungen durch das Mammutprogramm liegt der Fokus erst einmal klar auf dem nächsten Spiel und der größten Hürde, dem TSV Mengsberg. SG-Coach Döring bescheinigt dem Tabellenzweiten „sehr viel Qualität im Angriff. Am Sonntag gilt es die Kreise von Mirko Kleinmann und Co effektiver zu stören als im Herbst“, lautet die Defensivaufgabe.

„Big Points“ in Homberg?

Nach dem straffen Programm über die Osterfeiertage war Bad Arolsens Spielertrainer Sergej Schwabauer froh über etwas Erholung unter der Woche; Dienstag war trainingsfrei. „Die Pause sollte uns guttun, damit wir die Köpfer wieder frei bekommen“, hofft der TuS-Coach auf einen positiven Effekt für die anstehende Auswärtsaufgabe beim Mitkonkurrenten FC Homberg. „Das ist wieder ein klassisches Sechs-Punkte-Spiel für uns“, weiß Schwabauer. 

 Erfreulich aus Sicht der Badestädter war eine Meldung des Klassenleiters Horst Riemenschneider unter der Woche. Die Partie gegen Schwalmstadt II (3:3) – fünf Gästespieler hatten sich nicht ausweisen können – wird für den TuS gewertet, der somit zwei Zähler hinzubekommt und quasi schon vor dem Spiel die Honberger wieder überholt hat. Das soll auch Sonntagabend so sein. (jap)

Duell der Pessimisten

Hinspiel bei der SG Neuetal/Jesberg (2:2) schnupperte die SSG Ense/Nordenbeck erstmals am Sieg, verlor den Dreier aber in der Nachspielzeit – das erste einer Reihe von Unentschieden, die als verschenkte Siege im Gedächtnis blieben.

Auch das 3:3 vom Karsamstag fällt für Michael Maron in diese Kategorie: „Gegen Waldeck war mehr drin, aber es wird immer wieder bestraft, wenn wir unsere Chancen nicht nutzen.“

Beim Blick auf die Personallage sind die Hoffnungen des Enser Trainers auf einen Dreier im Rückspiel allerdings eher gedämpft: „Wenn ich mir so ansehe, wer am Sonntag alles nicht mitkommt, da kann ich nur sagen, wir fahren da als krasser Außenseiter hin.“ Kevin Staniek und Lukas Rojek fehlen aus privaten Gründen auf jeden Fall. In Sachen Defensive besteht Hoffnung durch die Rückkehr von Gregor Mainusch und Urlauber David Twardzik. „Wir wollen uns voll reinhängen und was mitnehmen“, verspricht Maron.

Hannes Alter, Coach der Gastgeber,  fehlt ein halber Bus guter Leute. „Ich sehe uns gegen Ense eher als Außenseiter, das wird ein sehr schweres und intensives Spiel“, sagt er deshalb. (ahi)

Punkte auch ohne Rösner?

Viel hat sich nicht geändert an der Situation beim TSV/FC Korbach II. Der Viertletzte hat weiter einen dünnen Strohhalm im Abstiegskampf und ist zudem abhängig vom Abschneiden des Verbandsligateams. „Die Jungs sind sich der Situation bewusst“, sagt Trainer Martin Wagner, der kein Kopf-in-den-Sand-stecken erkannt hat.

Beleg dafür war das imposante 6:2 am Gründonnerstag in Rengershausen – ein „sehr gutes Spiel, an das wir anknüpfen wollen“, befindet Wagner und sieht schon die nächste „stramme Aufgabe“: Heimspiel gegen den FC Schwalmstadt II am Sonntag. Mittelhandbruch bei Mayer Auf Kunstrasen?

Das hänge vom Spiel der Ersten tags zuvor und von der Kaderlage ab, so Korbachs Coach, der in einem schon mal Gewissheit hat: In Matthias Rösner (Urlaub) fehlt ausgerechnet der vierfache Torschütze aus Rengershausen.

Defensivstarke Serie fortsetzen

Trotz des sechsten Tabellenplatzes geht der Blick beim TSV Altenlotheim immer noch zurück in die bedrohte Zone. Gegen den Tabellenelften SG Kirchberg/Lohne will die Backhaus-Elf morgen den dritten Heimerfolg in Serie einfahren. Mit sechs Punkten ist die erhoffte volle Ernte über Ostern geglückt.

Zudem erfreute sich Volker Backhaus an einer starken Defensivformation mit Kai Bremmer, Nils Backhaus, Niklas Bräutigam und Andre Wolf. „In beiden Spielen stand der Kampf im Vordergrund“, weiß Altenlotheims Trainer, dass seine Akteure auf dem derzeit schwer bespielbaren Platz am Oberbach keine Fußball-Feinkost abliefern können.  (stu)

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