Nach Abgang von Florian Heine will TSV Altenlotheim nur die Liga halten

Backhaus korrigiert Saisonziel

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Mindestens 13. werden: Volker Backhaus. 

 Vor der Saison galt der ausgegebene Platz im ersten Drittel beim TSV Altenlotheim als realistisch. Doch zur Winterpause belegt die Mannschaft vom Oberbach, auch bedingt durch eine „nie dagewesene Verletzungsmisere“, so der Sportliche Leiter Michael Wickenhöfer, lediglich Platz elf.

 Das bisherige Saisonziel wurde kassiert, die Altenlotheimer wollen jetzt nur noch den Abstiegskampf vermeiden – und das hat ganz viel mit einer Personalie zu tun.

Das Personal

Wie ein Damoklesschwert schwebte der Abgang von Florian Heine über dem Oberbach, seit sich der 27-Jährige beim TSV fristgerecht abgemeldet hatte.

Seit vergangenem Donnerstag ist sich der Ausnahmetorjäger nun mit dem SC Willingen über seinen Wechsel zum Verbandsligisten einig. Die Einigung der Vereine über die Freigabe steht freilich noch aus, und anders als im Sommer geht bei Wintertransfers ohne Zustimmung des abgebenden Vereins nichts. Heine war in der vergangenen Saison mit 33 Treffern Torschützenkönig der Gruppenliga, in der laufenden Saison traf er elfmal für Altenlotheim. Sportchef Wickenhöfer nannte ihn „unsere Lebensversicherung“.

 Lichtblick für den TSV: Mit Lorenz Leicht, der nach einem beruflich bedingten Auslandsaufenthalt wieder regelmäßig parat steht, hat Trainer Volker Backhaus einen variablen Mittelfeldspieler zurück im Kader. Zurückgekehrt ist nach einem halben Jahr bei der SG Vöhl Offensivmann Patrick Brand. Zudem konnten die Langzeitverletzten in der Pause ihre Blessuren auskurieren.

Die Vorbereitung

Backhaus lud seine Aktiven am vergangenen Samstag zum ersten Training. Insgesamt 17 Einheiten stehen auf dem Programm, aufgelockert durch Besuche in Sauna, Schwimmbad und Soccerhalle im westfälischen Medebach. Fünf Testspiele gegen SG Rennertehausen/Battenfeld, SG Höringhausen/Meineringhausen, SG Nuhnetal, SG Elbetal und SG Goddelsheim/Münden sind geplant, bevor dann am Sonntag, 28. Februar, mit dem Heimspiel gegen die SG Bad Wildungen/Friedrichstein wieder die Liga startet. Im Vordergrund der Vorbereitung steht die Stabilisierung der Defensive, die in den bisher 17 Spielen schon 41 Gegentore hinnehmen musste. Eine Änderung des klassischen Abwehrsystems mit Libero ist nicht geplant, bereits vor der Saison hat sich der Großteil der Mannschaft für die eher antiquierte Defensivtaktik ausgesprochen. Zudem gilt es, die lange verletzten Spieler auch konditionell wieder an die Obergrenze zu führen. Backhaus hat viele Studenten und Schichtarbeiter im Kader, deren eingeschränkte Teilnahmemöglichkeiten einen geordneten Trainingsbetrieb erschweren könnten.

Die neuen Ziele

„Unsere erste Devise lautet Klassenerhalt, alles andere wäre Utopie“, schraubt Michael Wickenhöfer das im Sommer ausgegebene Ziel zurück. Backhaus äußert sich ganz ähnlich: „Nicht absteigen“, fasst er das zusammen, was am Ende der Saison mindestens Platz 13 bedeuten würde. Der Abgang von Heine ist nicht zu kompensieren, doch Backhaus nimmt die verbleibenden Spieler in die Pflicht: „Wir müssen alle enger zusammenrücken und jeder ein wenig mehr machen, um den Verlust aufzufangen.“ (stu)

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