Beeindruckt von Barcelona

Bad Arolser Henning Saure als Waldecker Ehrenamtssieger in Spanien

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Urlaubsstimmung: Die hessische Delegation der Ehrenamtssieger in Santa Susanna. Der Bad Arolser Henning Saure ist auf dem Bild als Siebter von rechts zu sehen.

Bad Arolsen. „Das Stadion in Barcelona war schon eindrucksvoll“, erzählt Henning Saure nach seiner Rückkehr von der DFB-Bildungsreise nach Spanien.

Für die hatte sich der Bad Arolser als Waldecker Ehrenamtssieger 2017 qualifiziert. Weil der 20-Jährige, der in der Kreisoberligamannschaft des TuS Bad Arolsen spielt, im Vorjahr auch noch in der A-Jugend aktiv war, seit drei Jahren die Bambini seines Heimatvereins betreut und im vergangenen Sommer auch noch vier Monate als B-Jugendcoach aushalf, zählte er zu den 214 „Fußballhelden“ der Aktion „Junges Ehrenamt“ aus ganz Deutschland. Diese hatten sich an der spanischen Costa de Barc 45 Kilometer von der Stadt Barcelona entfernt nach 20-stündiger Busfahrt für fünf Tage  im Vier-Sterne Hotel „Aqua“ zusammengefunden.

Ein Grashalm wie der andere

„Da war ein Grashalm wie der andere“, hat Saure bei seinem Rundgang im fast 100000 Zuschauer fassenden Stadion Nou Camp festgestellt und zeigte sich auch von der Stadt Barcelona beeindruckt. Der eintägige Ausflug in die Hauptstadt Kataloniens zählte zu den Höhepunkten der Reise, bei der den Teilnehmern an den anderen Tagen Trainingsinhalte für die jeweiligen Altersklassen vermittelt wurden. Saure hatte sich dabei für die Einheiten der C-und-D-Jugend einteilen lassen, „weil ich dachte, dass ich da mehr als bei den Bambinis lernen kann. Alle Übungen waren für mich neu“, sagt der Auszubildende zum Mechatroniker, der einen USB-Stick mit Aufzeichnungen von den Spielformen mit nach Hause nehmen konnte.

Besonders gut gefiel dem TuS-Flügelspieler, dass er bei der von „Komm mit“ top organisierten Reise „mit Urlaubscharakter" sich mit vielen gleichaltrigen Trainern austauschen konnte.

Lutz Wagner als Referent

Interessant waren auch die Vorträge von Peter Peter Frymuth, dem DFB-Vizepräsidenten für Spielbetrieb und Fußballentwicklung, sowie von Thomas Nörenberg, dem Assistenten von Fraueninterimsbundestrainer Horst Hrubesch, über die Nachwuchsförderung sowie das Referat von Ex-Bundesligaschiedsrichter Lutz Wagner. Saure ist nach dem Spanien-Trip jedenfalls motiviert auch beim TuS anzugreifen und sich seinen Stammplatz, den er in der vergangenen Saison verloren hatte, zurückzuholen. „Wir wollen oben mitspielen“, nennt der Offensivmann das Ziel des Kreisoberligisten.

Teambuilding statt 200 Euro

Um mehr Nachwuchsfußballer zu gewinnen und diese auch langfristig zu halten, schlägt Saure vor, dass die Vereine noch mehr auf das Gemeinschaftsgefühl setzen sollten. „Da ist Teambuilding mehr wert als 200 Euro.“ Und um junge Leute für ein Ehrenamt, sei es als Trainer, Schiedsrichter oder im Kreisfußballausschuss zu gewinnen, hält der Hobbytischtennisspieler des TSV Wetterburg ein „Paten-Modell“ für sinnvoll, „damit die jungen Leute, die ja noch keine Erfahrung haben, einen Ansprechpartner hätten“. (jh)

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