Gruppenliga: SG sehnt sich nach der Null, TuSpo nach dem ersten Spiel - Goddelsheim/Münden vor schwerem Gang

Wildungen und Mengeringhausen mit einem Derby fürs Gefühl

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Nicht nur schön wollen sie spielen: Die Bad Wildunger um Waldemar Schubert und (rechts) Jan kramer (hier im Hinspiel) trachten nach dem zweiten Heimsieg 2018, die Mengeringhäuser um Christopher Scholz (Mitte) nach einem brauchbaren Auftakt.

Bad Wildungen. Das erste Guppenligaspiel des TuSpo Mengeringhausen im neuen Jahr bahnt sich an. Der neue Kunstrasen in Friedrichstein ist ausgerollt, die SG Bad Wildungen bittet das heimische Schlusslicht am Sonntag (15 Uhr) zum Kreisderby.

Aufgrund der Witterungsverhältnisse konnte die SG den Schwung vom ersten Heimsieg nach der Winterpause (4:3 gegen SG Brunslar) nicht mit nach Homberg mitnehmen. Nun will sie die Leistung gegen Mengeringhausen bestätigen. Beim Testspiel vor Monatsfrist (5:3) hinterließ der TuSpo einen starken Eindruck bei Carsten Laun: „Wir werden nicht den Fehler machen und Mengeringhausen nach dem aktuellen Tabellenplatz beurteilen“, sagt Wildungens Co-Trainer.

Die vielen knappen Niederlagen gegen gute Mannschaften sind Warnung für Laun: „Wir müssen eine konzentrierte Leistung abrufen, sonst wird das nichts mit dem nächsten Heimsieg. Und wir brauchen unsere Erfolge auf eigenem Platz, um schnell von da unten wegzukommen.“

In Sachen Konzentration sieht der Routinier vor allem Steigerungsbedarf bei der Defensive, die gegen Brunslar nach der Pause einen regelrechten Blackout, aber auch schon im alten Jahr zu viele Aussetzer hatte. „Zu viele Gegentore waren das ganz große Problem in der Hinrunde, wir können nicht davon ausgehen, das wir immer vier oder fünf Tore schießen, um doch noch zu gewinnen“, so Laun. Oder anders gesagt: Der erste Zu-Null-Sieg soll am Sonntag gelingen.

Zu einer Kampfansage oder Revanchegelüsten für das sang- und klanglos verlorene Hinspiel (0:3) lässt sich Jörg Büchse, dessen Elf das letzte Pflichtspiel am Reformationstag bestritten hat, nicht hinreißen. Der Tuspo-Coach lässt die ungünstigen Wetterbedingungen aber auch nicht als Ausrede gelten: „Dieser Winter ist extrem. Alle Mannschaften hatten mit einer schwierigen Vorbereitung zu kämpfen. Fakt ist: Wir wissen im Moment nicht wirklich, wo wir stehen, Wildungen hat dagegen schon ein Erfolgserlebnis gehabt und durch das Tor in letzter Minute in diesem Jahr schon mal das ganz große Glücksgefühl erlebt“, fasst Büchse zusammen.

Gleichwohl sind ihm die Wildunger Schwächen in der Defensive nicht verborgen geblieben. „Vielleicht gelingt uns ja die eine oder andere Überraschung. Wir werden auf jeden Fall couragierter zu Werke gehen als im Hinspiel."

Wie viele Welten prallen da aufeinander, wenn am Sonntag die SG Goddelsheim/Münden bei Eintracht Baunatal auf dem Großenritter Kunstrasen aufläuft? Die einen haben schon zwei Spiele gemacht 2018. Die anderen haben im März nur zwei Tests gegen Medebach im Protokoll stehen. Die einen sind Erster, die anderen Vorletzter. Der Aufstiegskandidat gewann das Hinspiel 7:2, der Abstiegskandidat punktete zuletzt am 11. November in Kirchberg. Mit 59 Treffern hat der Verbandsligaabsteiger die beste Offensivreihe. 

Das Hinspiel ist für den Aufsteiger noch in schmerzlicher Erinnerung. „Das Ergebnis war aber am Ende zu hoch, denn nach dem 2:4 waren wir drauf und dran, die Partie zu kippen“ erinnert sich SG-Coach André Gutmann. „Dass der Tabellenführer nicht unschlagbar ist, hat die SG Brunslar bewiesen“, so Gutmann. Der Coach der Lichtenfelser gibt sich trotzig bis kämpferisch: „Auch wenn wir 2018 noch ohne Punktspiel sind und ausgerechnet beim Tabellenführer starten müssen – hergeschenkt wird definitiv nichts. Vielleicht haben wir aus dem Hinspiel etwas gelernt.“ 

Melsungen - Korbach

Seit dem Hinspielsieg in Korbach (4:2) läuft es deutlich besser beim MFV. die Elf von der Freundschaftsinsel hat seit 3. September nur zweimal verloren. „Die haben sich enorm stabilisiert“, bekundet Korbachs Coach Tim Bialuschewski Respekt. „Ich will die Grundtugenden sehen, eine Mannschaft, die kämpft, läuft und unbedingt will. Einen Punkt wollen wir auf jeden Fall mitnehmen.“

Kirchberg/Lohne - Volkmarsen

Während die Gäste ohne den ganz großen druck anreisen, hat Kirchberg/Lohne praktisch noch die komplette Rückrunde vor sich. VfR_Coach Thomas Salokat weiß: „Der Gegner muss was tun, um von da unten weg zu kommen, das eröffnet uns Spielräume für Konter.“ (ahi/schä/bb)

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