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Beachsoccer: Korbacher Team verpasst erste Bundesliga-Punkte knapp

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Von: Dirk Schäfer

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Gern und oft gesehen: Fallrückzieher. Hier setze Valon Beqiri von Real Münster gegen Jan Pohlmann (rechts) von den Golden Goalers Korbach an. Der darf – so sind die Beachsoccer-Regeln – den Schützen bei der Akrobatik nicht aktiv angreifen.
Gern und oft gesehen: Fallrückzieher. Hier setze Valon Beqiri von Real Münster gegen Jan Pohlmann (rechts) von den Golden Goalers Korbach an. © Artur Worobiow

Kaputt, aber alles andere als unglücklich sind die Korbach Golden Goalers am Sonntagabend nach dem Heimspieltag der Bundesliga nach Hause gegangen.

In der Punktespalte der Tabelle steht immer noch die Null, aber die Korbacher stellten noch mehr als am ersten Sammelspieltag unter Beweis, dass sie nicht als „Auffüllmaterial“ und Punktelieferant in die Bundesliga gekommen sind. Denn sie erzielten elf Tore und machten gute Werbung für den aufkeimenden Trend Beachsoccer, wie nicht nur Trainer Benjamin Trotte befand,

„Erst im sechsten Spiel der Saison gab es die erste hohe Niederlage. Das ist völlig in Ordnung. Andere Neulinge sind viel mehr untergegangen, wie uns berichtet wurde“, sagte Trotte nach dem 15. und letzten Spiel des Events am Bolzcourt am Ellerbruch, dem Match der Gastgeber gegen Topfavorit Real Münster, das noch einmal eine ansprechende Kulisse bot, zumal die übrigen Teams ihr Programm beendet hatten.

Zweimal verpasste Korbach knapp den ersten Punkt, auch gegen Hertha BSC. Hier zieht Benjamin Trotte vor dem Berliner Maximilian Niebel ab.
Zweimal verpasste Korbach knapp den ersten Punkt, auch gegen Hertha BSC. Hier zieht Benjamin Trotte vor dem Berliner Maximilian Niebel ab. © Artur Worobiow

Golden Goalers Korbach – Rostocker Robben II 5:6. Das erste Heim-Tor nach nicht einmal einer Minute – viel besser, als mit Sascha Kreis" Treffer hätte es nicht beginnen können für Korbach. „Dennoch sind wir nicht gut reingekommen“, stufte Benny Trott das erste Drittel ein, an dessen Ende sich die Gastgeber 1:3 hinten sahen. Das vierte Gegentor folgte schon bald.

Die Robben waren dank zwei Verstärkungen aus der ersten Mannschaft stark, aber mussten zu sechst auskommen, was sich gegen Ende zeigte. Die „Goalers“ steigerten sich aber auch und hatten nun immer bessere Aktionen. Nach 2:6-Rückstand machten es Denny Petersen (2) und Martin Bangert mit ihren Treffern zum 5:6 wieder spannend. Der Pfosten und eine tolle Rostocker Torwart-Parade verhinderten in den Schlusssekunden den ersten Korbacher Punktgewinn.

Herta BSC – Golden Goalers 6:4. Im Abendspiel am Samstag kam Korbach besser in den Rhythmus, sah sich aber mit 1:4 hinten, weil bei den Berliner beinahe jeder Schuss drin war. Selbst der Keeper traf zweimal sehenswert. Nach Marian Blechers 1:3 verkürzte Mike Esleben im zweiten Drittel auf 2:4, doch in der gleichen Minute erhöhte die Hertha wieder. Eine Minute später schlug Korbach durch Daniel Standke zurück. Mit 5:3 ging es in den Schlussabschnitt, in dem beide Teams einmal traf (Trotte für Korbach zum 4:6). „Wir waren hinten heraus am Drücker, aber die Zeit reichte uns nicht mehr“, so der Coach.

Korbach trifft auch gegen den Topfavoriten

Golden Goalers – Real Münster 9:1. 0:5 nach den ersten 12 Minuten – das sah beim einzigen Korbacher Einsatz am Sonntag nach einer deftigen Packung aus in der Anfangsphase, obwohl die stets eher defensiv agierenden Korbacher knapp acht Minuten lang gut verteidigten. Vor dem unglücklichen Sitztor zum 0:1 (3.) hatten die „Golden Goalers“ nach 15 Sekunden schon die erste gute Aktion durch Bangert.

Auch beim 0:2 (8.) versprang der Ball zugunsten der Münsteraner, bei denen sich die deutschen Nationalspieler Joscha Metzler (4) und Christian Biermann (3) das Gros der Torte teilten, hatte Korbach pech. „Nach solchen Gegentoren sind wir oft nicht bei der Sache“, monierte Trainer Trotte – zu rasch fielen drei weitere Gegentreffer. Doch danach agierten die Lokalmatadoren zwei Drittel zumindest von den torchancen her auf Augenhöhe.

Nach 4:50 Minuten im zweiten Abschnitt sorgte Denny Petersen dafür, dass auch das dritte Heimspiel nicht ohne Korbacher Tor endete. Da vorne aber drei, vier dicke Chancen ungenutzt blieben, während Real in königlichem Stil zeigte, wie schnörkellos erfolgreicher Beachsoccer geht, reichte es zu keiner resultatsverbesserung mehr. „Aber es war nicht zweistellig, das war uns wichtig“, so Trotte. (schä)

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