Lichtenfelser enttäuschen bei 0:1

Behäbig und ohne Wucht: Goddelsheim/ Münden verliert bei Kellerkind Homberg

Zu wenig Durchschlagskraft entfachte Goddelsheim/Mündens Offensive. Hier Florian Mitze und (hinten) Max Steger in der vorigen Saison gegen Hombergs Abwehr.
+
Zu wenig Durchschlagskraft entfachte Goddelsheim/Mündens Offensive. Hier Florian Mitze und (hinten) Max Steger in der vorigen Saison gegen Hombergs Abwehr.

Wenn die SG Goddelsheim/Münden auch nächsten Sonntag gegen Baunatal so spielt, gibt es ein Debakel. Gut, dass beim Fußball jedes Spiel anders ist. Das von diesem Sonntag war eines zum Vergessen.

Homberg – Trainer Jens Fresen hatte eindringlich gewarnt, aber seine Elf hat wohl nicht richtig zugehört: Die SG Goddelsheim/Münden verlor nicht unverdient mit 0:1 (0:0) beim FC Homberg, dem bisherigen Vorletzten der Gruppenliga Kassel, und verpasste den Sprung auf Platz drei. Die Lichtenfelser, dier personell erneut umstellen mussten, gingen von Beginn an zu behäbig zu Werke, stellten die defensiv gut stehenden Platzherren so vor keine allzu großen Aufgaben.

In der 12. Minute strich ein Schuss von Niklas Göbel im Strafraum an Freund und Feind und dem langen Pfosten vorbei. Bis zur nächsten gefährlichen Annäherung war schon eine halbe Stunde gespielt, da setzte Nils Grosche seinen Versuch aus 20 Metern etwas zu hoch an. Auf der Gegenseite war es wesentlich enger, als Nick Körber nach einer Flanke aus fünf Metern nur die Unterkante der Latte traf und das Leder wieder heraussprang (39.). „Da haben wir wirklich großes Glück gehabt“, meinte Berichterstatter Ulli Grosche.

Goddelsheim/Münden: Zu viele lange Bälle

Auch der zweite Durchgang brachte keinen guten Gruppenliga-Fußball, wobei die auf Konter lauernde Homberger nun etwas mehr vom Spiel hatten. Manuel Mitze musste schon in der 46. Minute sein ganzes Können aufbieten, um einen Schuss über die Querlatte zu lenken. 120 Sekunden später musste Marco Vesper für seinen bereits geschlagenen Keeper gegen immer für Unruhe sorgenden Körber auf der Linie klären. Die Gäste ihrerseits ließen weiterhin die nötige Durchschlagskraft vermissen. Lediglich nach einer Flanke von Michael Kuhnhenne verfehlte Max Steger das Ziel nur knapp (58.).

Das Tor des Tages fiel nach 69 Minuten auf der anderen Seite: Leon Vollmer fand mit seiner präzisen Flanke am langen Pfosten Steffen Keller, der von der SG-Abwehr mutterseelenallein gelassen das Spielgerät unter die Latte setzte.

In der Folge hatten die Gastgeber nach Kontern sogar weitere gute Gelegenheiten, um den Sack vorzeitig zuzumachen, etwa durch Vollmer nach 73 Minuten. Für einen Punktgewinn der Vereinigten gab es nur noch eine nennenswerte Chance, aber der eingewechselte Benjamin Wendel zielte bei seinem ersten Einsatz aus 16 Metern vorbei (82.). „Wir haben viel zu viel mit langen Bällen agiert“, sagte Grosche, „wir haben nie zu unserem Spiel gefunden“. Deshalb sei der Sieg für die Homberger nicht unverdient, „sie haben ihn sich erkämpft“.  (ni)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare