Fußball-Gruppenliga

Dankbar für den Schlusspfiff: SG Wildungen und Hertingshausen zeigen schlechte Nullnummer

Auf Ballhöhe sind hier der Wildungen Eugen Ruf (links) und Christian Döhne (Hertinghausen). Der Wildunger Kapitän Tim Malte Krollpfeiffer
+
Auf Ballhöhe sind hier der Wildungen Eugen Ruf (links) und Christian Döhne (Hertinghausen). Der Wildunger Kapitän Tim Malte Krollpfeiffer spekuliert auf den zweiten Ball.

Selten so ein Spiel gesehen. Dieser Satz, wird oft in den Mund genommen, wenn jemand ein begeisterndes Fußballspiel gesehen hat, hier steht er für das Gegenteil.

Bad Wildungen - Selten so ein Spiel gesehen. Dieser Satz, wird oft in den Mund genommen, wenn jemand ein begeisterndes Fußballspiel gesehen hat, hier steht er für das Gegenteil.

Was die Gruppenliga-Kicker der SG Bad Wildungen/Friedrichstein und des TSV Hertingshausen bei ihrer Nullnummer den Zuschauern boten, hätte man bei einer Außentemperatur von 30 Grad gut als Sommerfußball verkaufen können, aber dafür war es diesmal nicht warm genug.

Beide Seiten, spielten träge, unkonzentriert, nicht einmal lustlos, aber im Zusammenspiel klappte kaum eine Aktion, sodass Torchancen zur Mangelware wurden.

Zwei Mannschaften suchten 90 Minuten lang ihre Spiel, wurden aber nicht fündig und beide Teams wirkten bereits nach einer Viertelstunde Spielzeit irgendwie träge, tempolos und nie fehlerfrei. Manchmal läuft eine Anfangsphase so und dann kommen die Teams irgendwann in Fahrt, aber diesmal konnte der Beobachter schon sehr früh die Prognose wagen: Hier wird durch kein Team ein Ruck gehen und wenn sich auch kein krasser individueller Fehler mehr einschleichen sollte, wird hier auch kein Tor fallen . Zumindest in dieser Einstellung waren die zwei Mannschaften konsequent.

Beiden Seiten hatten die Angst vor dem Verlieren im Hinterkopf

Beide Trainer standen dem meist ideenlosem Tun ihrer Spieler etwas hilflos gegenüber. TSV-Coach Tobias Fehr suchte die positiven Seiten dieser Begegnung. „Beide Teams haben sich sehr schwer getan, es gab nicht viele Torchanchen, aber für uns war es in erster Linie wichtig, dass wir mal wieder zu null gespielt haben, wir haben in letzter Zeit zu viele einfache Gegentore kassiert.“

SG-Coach Jörg Schäfer war auch kein Freund dieses Duells: „Es war wirklich kein Feuer im Spiel und auch von der Emotionen war es heute zu wenig.“ Vermutlich sei auf beiden Seiten die Angst vor dem Verlieren im Hinterkopf gewesen.

Die Wildunger waren in Halbzeit eins eher spielbestimmend, die Gäste dominierten weitgehend die Szenerie im zweiten Durchgang. Und beiden Mannschaften bot sich noch diese eine Großchance für einen unverdienten Dreier: Die Hertingshäuser hatten eine Balleroberung an der Mittellinie und ein langer Diagonalball öffnete die Wildunger Deckung. Hätten sie ihre Überzahl nun besser ausgespielt, wäre die Führung (63.) da gewesen, aber sie verhedderten sich sogar noch in einer entblößten Abwehr.

Auf der anderen Seite hatte Eugen Ruf (82.) die Möglichkeit auf das goldene Tor. Er hatte plötzlich freie Bahn auf der rechten Seite, aber sein Schuss von der Strafraumkante flog über die Latte ins Aus. TSV-Kicker Ole Eiser sah noch die gelb-rote Karte (86.). Kurz danach ertönte der Schlusspfiff des Schiedsrichters. Fußballer, Trainer und Zuschauer waren dankbar dafür. (rsm)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare