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Den Druck aus der Nachspielzeit nehmen: SC Willingen zu Gast beim Aufsteiger SG Kleinalmerode

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Wieder am Ball: Die lange Leidenszeit des Jonathan Vach (rechts) ist vorbei. Er steht wieder im Kader des SC Willingen und kann der Mannschaft bestimmt helfen.
Wieder am Ball: Die lange Leidenszeit des Jonathan Vach (rechts) ist vorbei. Er steht wieder im Kader des SC Willingen und kann der Mannschaft bestimmt helfen. © Worobiow

Irgendwann kann man es nicht mehr hören und trotzdem muss es immer gefragt werden: Herr Kodra, warum kassiert ihre Mannschaft seit einigen Wochen immer wieder in der Nachspielzeit den K.o.-Treffer?

Willingen – Natürlich hat der Trainer des SC Willingen darauf keine konkrete Antwort parat, wie er diesen „Fluch der Nachspielzeit“ brechen kann, er reagiert aber auch nicht genervt auf diese Frage, sondern ist bereit, darüber zu reden.

Er und sein Trainerstab sind in dieser Situation beim Schlusslicht der Verbandsliga wohl mehr als Psychologen gefragt denn als Fußballlehrer. „Klar, reden wir viel darüber, aber die Arbeit mit dem Ball bleibt unsere Hauptaufgabe und das soll auch so bleiben.“ Derzeit bereitet sich die Mannschaft auf das Spiel gegen beim Aufsteiger SG Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach vor. Er startete stark in die Saison, um dann auch auch stark nachzulassen. Fünf Niederlagen in Folge und es könnte gegen die Willinger die sechste folgen. Denn die Mannschaft von Dardan Kodra ist eigentlich gut drauf, liefert bis zur 85. Minute gute Fußballspiele ab.

SCW-Verletztenliste schon viel kürzer geworden

Kodra sieht das genauso. Deshalb ziehen die letzten Ergebnisse ihn zwar auch runter, aber er ist nach der Analyse der Spiele auch schnell wieder oben. Außerdem stimmt ihn positiv, dass die lange Verletztenliste schon viel kürzer geworden ist. Jonathan Vach ist gegen Hünfeld zurückgekehrt, Sebastian Butz, Christian Kuhnhenne sind wieder einsatzbereit und Eric Kroll steigt bald wieder ins Training ein. „Personell stehen die Vorzeichen für uns am Sonntag besser als es gegen Hünfeld der Fall war“, sagt Kodra. Auch Jan-Niklas Albers und Max-Till Saure seien einsatzfähig.

Was seine Mannschaft beim Aufsteiger erwartet, kann der Coach nicht so genau sagen. „Ich weiß nicht so viel über diesen Gegner, ich habe nur gehört, dass die Platzverhältnisse dort nicht so einfach sein sollen.“

Da war es vielleicht sogar hilfreich. dass die Mannschaft in dieser Woche auf dem Platz in Rattlar trainieren musste. Der Willinger Trainer hat seinen Optimismus auch noch nicht verloren: „Wenn wir unsere Leistung abrufen können, gepaart mit ein bisschen Spielglück, bin ich guter Dinge, dass wir in Kleinalmerode drei Punkte holen können und werden.“

Vielleicht sollten die Upländer die Misere des Last-Minute-Gegentors nicht von hinten lösen, sondern von vorn. Wer 3:0 führt, der kann gelassen in die Nachspielzeit gehen. „Tatsächlich haben wir auch schon versucht, das Problem so zu lösen“, betont Kodra. Sein Team habe in diesen Spielen immer wieder die Chance gehabt, mit einem Tor, den Sack zuzumachen. „Es wäre schon hilfreich, wenn die Spieler sich nochmal darauf konzentrieren würden, in solchen Situationen den Kopf hoch zu nehmen, um den besser postierten Mitspieler zu sehen.“ So weit die Theorie....

SG-Trainer: „Heine ist nicht der einzige gute Fußballer der Willinger“

Eins haben die SG Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach und der SC Willingen gemeinsam: Beide errangen ihren letzten Sieg gegen die SG Ehrenberg. Doch das ist für beider Teams schon einige Wochen her. Der Aufsteiger, der gut in die Saison gestartet war, hatte am vergangenen Wochenende spielfrei, kassierte aber davor fünf Niederlagen in Folge.

Wie von einigen Gegnern zuvor, erhalten die Upländer als Tabellenletzter auch von den Osthessen Vorschusslorbeeren. „Florian Heine ist nicht der einzige gute Fußballer der Willinger. Egal, mit welchem Trainer ich zuletzt gesprochen habe, keiner versteht, warum der SCW da unten in der Tabelle steht“, sagt auch K/H/D-Coach Goran Andjelkovic.

Er muss auf Rinor Murati verzichten. Fragezeichen stehen auch hinter dem Mitwirken von Alex Bazzone und Florian Baldauf. Wegen eines Mittelfußbruches fällt Torhüter Tim Behnke bis weit in das nächste Jahr hinein aus „Wir müssen das letzte Vorrundenspiel in der Verbandsliga gewinnen, das wäre Balsam für unsere Seele“, sagt Andjelkovic. rsm/red

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