Frauenfußball: Kreisstädterinnen besiegen Rhoden 9:0, Anraff verliert ín der Verlängerung

Pokal-Klassiker TSV Korbach gegen SG Landau erlebt die Neuauflage

Packendes Duell: Julia Schröder von der SG Landau/Wolfhagen (rechts) und die Anrafferin Saskia Wathling bemühen sich um den Ball.
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Packendes Duell: Julia Schröder von der SG Landau/Wolfhagen (rechts) und die Anrafferin Saskia Wathling bemühen sich um den Ball.

Der Klassiker erlebt die nächste Auflage: TSV Korbach gegen SG Landau/Wolfhagen heißt das Endspiel im Waldecker Pokal der Fußballfrauen für die Saison 2019/20.

Korbach/Landau - Die Kreisstädterinnen setzte sich als Verbandsligist souverän mit 9:0 beim regionalen Oberligisten TV Rhoden durch. Die SG benötigte die Verlängerung, um sich mit 3:2 im Verbandsliga-Vergleich gegen den SV Anraff zu behaupten.

Rhoden – Korbach 0:9 (0:5). Die erwartet einseitige Begegnung. Die Außenseiter konnte dem Favoriten wenig entgegensetzen. „Sie haben uns das machen lassen, was wir wollten“, sagte TSV-Trainer Denny Petersen. Er sah gelungene Angriffe und schöne Flanken über die Flügel. Die zweite Halbzeit habe er genutzt, um die ein oder andere Umstellung auszuprobieren. So geriet der Spielfluss ein wenig ins Stocken. Korbach hätte noch höher gewinnen können. Die Treffer erzielten Judith Knipp, Celine Schröder, Ronja Buse, Madleen Winzel (alle 2) und Ronja Müller.

Landau/Wolfhagen – Anraff 3:2 (2:2, 1:1) n.V. „Die Partie wäre eines Endspiels würdig gewesen“, befand der Landauer Abteilungsleiter Hartmut Schröder. Beide Verbandsligisten schenkten sich unter der guten Leitung von Schiedsrichter Marko Drebes nichts, es ging zur Sache.

Die Heimelf startete besser und ging durch einen Schlenzer von Hanna Rode ins lange Eck in der 10. Minute in Führung. Der Gast antwortete prompt: Marie Wiesemann versenkte einen Freistoß bei der ersten guten Aktion des SVA zum 1:1 (11.). Nun waren die Edertalerinnen am Drücker, blieben aber ohne zwingende Torchancen.

Nach der Pause kam die SG zurück ins Spiel, und Julia Schröder besorgte mit einem satten Schuss aus 22 Metern das 2:1 (55.). Die Heimelf schien Oberwasser zu bekommen, aber eine Unaufmerksamkeit ihrer linken Abwehrseite kostete die Führung. Mara Kleinert spielte sich durch und traf zum 2:2 (61.). Die Gäste verlegten sich nun auf Konter und hätten beinahe Erfolg gehabt, als Milena Knoche nur das Außennetz traf (78.).

Eine Minute später schien das 3:2 fällig, doch der Ball von Sarah Schütz, die sich gegen fünf Anrafferinnen behauptet hatte, trudelte vom Pfosten die Linie entlang und Keeperin Kathrin Höhle nahm ihn auf. Schütz ließ noch einen Lattenschuss folgen (82.), und traf dann zur Entscheidung in der Verlängerung. Nach einem Freistoß von Franzi Heldt an den langen Pfosten verwandelte sie gegen Höhles Laufrichtung zum 3:2 (99.). Die einzige Chance der Gäste zum 3:3 vergab Kleinert, ihr Ball landete direkt bei Keeperin Aylin Öner (113.). Kim Tegethoff ließ umgekehrt das 4:3 aus.

„Wir hatten am Ende mehr Körner“, sagte Schröder und nannte den Erfolg insgesamt verdient. SVA-Coach Dirk Wagener zeigte sich als fairer Verlierer: „Es war ein sehr kampfbetontes, aber faires und ausgeglichenes Spiel. Die Landauerinnen wollten den Sieg etwas mehr als wir und hatten in der Verlängerung mehr zuzusetzen.“  mn/rsm

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