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Drei Punkte fast ein Muss: SC Willingen bei Türkgücü Kassel

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Zweikampf Fußballer 
Blicke nach unten; Dieser Zweikampf zwischen Willingens Leon-Michele Peters (links) und Sebastian Körner (Eichenzell) hat was Symbolisches. Am Sonntag im Spiel in Kassel fehlt Verteidiger Peters. © Worobiow

Willingen – Die Fußballer des SC Willingen wollen am Sonntag (15 Uhr) beim SV Türkgücü Kassel das Hinspiel, bei dem sie vielleicht ihre schlechteste Saisonleistung zeigten, mit einem Dreier vergessen lassen.

Dreckig gewonnen in Ehrenberg, passabel gespielt in Johannesberg und eine knappe Stunde gut ausgesehen gegen Eichenzell: So skizziert Dardan Kodra die letzten drei Verbandsliga-Auftritte seiner Fußballer; er schlussfolgert, die Mannschaft sei „auf dem Weg der Besserung“. Wie der Genesungsprozess weiter geht, weiß der Trainer nach dem Gastspiel beim Viertletzten SV Türkgücü Kassel. Hier hilft, um im Bild zu bleiben, am besten eine Drei-Punkte-Injektion.

Auch wenn der SCW beim 3:3 gegen Eichenzell zum zweiten Mal in Folge einen Zwei-Tore-Vorsprung verspielte, die Stimmung im Training sei normal gewesen, erzählt Kodra. Am Montag aber „haben wir zwei Dinge angesprochen, die auch schon beim 2:2 in Johannesberg auffällig waren“ – und jeweils den Sieg kosteten. Zum einen verteidigte die SCW-Defensive bei Hereingaben in den Strafraum trotz Überzahl oftmals nicht gut. Kodra: „Wir haben einfach zu viele Gegentore kassiert.“

Das Defizit wäre folgenlos geblieben, wenn die Upländer ihre Konter in der zweiten Halbzeit vernünftig ausgespielt hätten. Taten sie nicht, Schwachpunkt zwei. „Das müssen wir auf jeden Fall besser machen“, so der Trainer, „weil unser Ziel am Sonntag müssen drei Punkte sein.“ Ein Selbstläufer wird die Partie nicht, obwohl Türkgücü bis zum 2:2 am Mittwoch im Abstiegskick in Hombressen acht Mal punktlos geblieben war.

Kodra muss die Viererkette umbauen

Allzu lebhaft sind die Willinger Erinnerungen ans 0:1 in der Heimrunde, das in der 95. Minute fiel. „Das war wahrscheinlich unser schlechtestes Spiel der ganzen Saison“, sagt Kodra. Gegen eine Neuauflage spreche die aktuelle Form. „Wir haben in den letzten Spielen mindestens zwei Tore geschossen, das müsste für einen Sieg reichen.“

Dass die Trefferquote der zweiten Halbzeit zuletzt zurückging, begründet sich auch mit der Dauerbelastung der Leistungsträger. „Für einige ist es angesichts der vielen Ausfälle eine brutale Saison“, sagt Kodra, der Spieler wie Florian Heine, Matthias Bott oder Jan-Henrik Vogel permanent durchspielen lassen muss.

Kodras Hauptforderung für Sonntag ist folgerichtig: „Wir müssen hinten stabil stehen und die Null halten.“ Die Viererkette muss der Coach umbauen, denn der zuletzt starke Leon Peters fällt mit einer Kniereizung aus. Alternativen könnten Sören Vogel (wieder gesund) oder Nick Bärenfänger sein. Der Rattlarer trainiert nach seinem Kahnbeinbruch wieder voll mit, ist aber noch nicht bei hundert Prozent. Das gilt ebenso für Tom Friedrich, Eric Kroll oder Sean Querl, allesamt mit Trainingsrückstand.

So oder so, der SCW will einen Schritt tun, um „die Saison irgendwie zu retten“ (Kodra). Denn zufrieden mit ihrem Abschneiden sind sie im Upland nicht. „Es kann nicht unser Anspruch sein, im Abstiegskampf zu stecken“, so der Coach, „aber wir müssen damit leben und erfolgreich da durch.“ (ni)

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