Turbulentes Derby in Bergheim: SG Goddelsheim/Münden wacht zu spät auf

5:4 - Eintracht Edertal nutzt Schläfrigkeit

Der Ausgleich liegt in der Luft: Daniel Butterweck (Goddelsheim) hat dem Ball die richtige Richtung zum 1:1 gegeben. Die Edertaler Julian Kittler und Torwart Can Yakit können nichts mehr tun.   

Bergheim. Ein Torfestival in Bergheim. Hier trat der Tabellendritte gegen das Schlusslicht der Fußball-Gruppenliga an. 

Dieser Unterschied war im Derby zwischen Eintracht Edertal und der SG Goddelsheim/Münden in keiner Minute dieses rasanten, aber auch hektischen Begegnung nie zu sehen.

Es war eine ausgeglichen Partie, in der der Rangdritte aus Lichtenfels seinem Spiel keinen richtigen Druck verleihen konnte. Viele Bälle, die eine Offensive einleiten sollten, gingen zu oft schnell wieder verloren, entweder durch unkonzentrierte Aktionen, aber auch durch bissige Edertaler, die agil waren und vor allen durch Alen Muratovic und Artur viel Torgefahr in ihrem Konterspiel entwickelten.

Führung vom Punkt

Sie hatten auch die ersten Chance, doch der Schuss von Artur Radig (12.) wurde von Torwart Manuel Mitze gehalten. Daniel Butterweck bereitete in der 22. Minute die erste Chance für die Gäste vor. Seine Hereingabe kommt zu Mirco Grosche, dessen Schuss hält Torwart Can Yakit.

Fünf Minuten später erkämpfte sich Artur Radig auf der linken Seite den Ball und wurde im Strafraum von Christian Heiduk gefoult. Den Elfmeter verwandelte Alen Muratovic zum 1:0 für Edertal.

Edertal zieht mit 4:1 davon

Diese Führung schien den Tabellendritten eher zu motivieren statt zu frustrieren. Die Mannschaft von Spielertrainer Gutmann hat sich im bisherigen Saisonverlauf viel Selbstbewusstsein erarbeitet und die Spieler wissen mittlerweile, dass sie zu jedem Zeitpunkt einen Treffer erzielen können. Dieses Wissen setzten sie in der 41. Minute um. Kevin Vesper setzte auf der linken Seite Niklas Göbel gut in Szene, der dringt in den Strafraum ein und passt zu Butterweck. Der Torjäger fackelt nicht lange und schießt den Ball unter die Latte zum Ausgleich ins Netz.

Im zweiten Durchgang wogte die Partie zunächst hin und her, aber ein Kopfball Simon Heck zum 2:1 (56.) und ein Treffer nach einem Solo des starken Muratovic (64.) ließ die Partie in Richtung Edertal kippen. Das Spiel schien in der 79. Minute entschieden zu sein, nachdem die Eintracht einen weiteren Foulelfmeter durch Artur Radig im gegnerischen Tor unterbrachte. Doch es wurde in den letzten zehn Minuten noch einmal turbulent.

Vier Tore in den letzten zehn Minuten 

So verkürzte der eingewechselte Jonathan Vach im direkten Gegenzug zum 2:4. Doch Muratovic war in der 84. Minute wieder nicht zu bremsen, SG-Torwart Mitze holte ihn von den Beinen und sah dafür die rot-gelbe Karte. Kevin Vesper ging ins Tor und musste den Elfmeter durch Radig passieren lassen. Kopfbälle von Vach (90.) und Marco Vesper (90+1) verkürzten noch auf 4:5. Doch der Punktgewinn war für die Lichtenfelser nicht mehr drin.

Während Edertals Trainer Günter Klose mit seinem Team rundum zufrieden war, und vor allem die Leistung von Carl Wiesemann und Oliver Radig lobte, bemängelte sein Kollege André Gutmann bei seiner Mannschaft die Bissigkeit und „wir sind viel zu spät aufgewacht“. (bb)

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