Torloses Remis beim Relegations-Finale reicht - Gegner SG Herleshausen geht mit hoch

Jubel im Edertal: Eintracht steigt in die Gruppenliga auf

Hand in Hand in die Gruppenliga: Trainer Günter Klose läuft mit seiner Truppe jubelnd auf die vielen Fans zu. Foto: malafo

Anraff. Mit 18 Tagen Verzögerung haben sie ihr Ziel doch noch erreicht: Die Fußballer von Eintracht Edertal spielen nach dem 0:0 gegen die SG Herleshausen nächste Saison erstmals in ihrer Geschichte Gruppenliga.

Der KOL-Vize aus dem Werra-Meißner-Kreis steigt aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs gegen den SV Neukirchen mit auf.

„So spielt man Relegation“, jubelte Trainer Günter Klose nach dem Schlusspfiff vor rund 450 Zuschauern, „Hut ab vor meiner Mannschaft“. Eugen Ruf konnte sein Glück nicht fassen. „Wir wussten bis zur letzten Sekunde nicht, wie es im anderen Spiel steht“, zitterten der Kapitän und seine Nebenleute dem Abpfiff entgegen. Denn wenn Balhorn gewonnen hätte, dann hätte es dieser eine Punkt sein müssen, um aus eigener Kraft die Fahrkarte für die Etage höher zu lösen.

Mit diesem Druck gingen die Gastgeber im ersten Durchgang sehr gut um, obwohl mit Artur und Adrian Radig zwei ganz wichtige Akteure verletzt fehlten. Dafür rückte Philipp Weber nach achtmonatiger berufsbedingter Abstinenz in die Innenverteidigung; er machte seine Sache hervorragend.

Erste Halbzeit klar besser

Die Eintracht legte gleich den Vorwärtsgang ein und die ersten Annäherung ans SG-Tor gelangen Simon Heck per Kopf (3.) und Ruf mit der Hacke (8.). Ganz dicht dran war Ruf nach einem Solo von Günaydin Öztürk (15.) und nach Vorarbeit von Alen Muratovic (30.).

Drei Minuten später bewahrte auf der Gegenseite Torwart Jörg Schunke mit einem Reflex beim Schuss von Lukas Wetterau sein Team vor einem Rückstand. Die Gäste waren ansonsten harmlos und mit der Defensivarbeit völlig ausgelastet.

Mit den Chancen für Muratovic per Freistoß (35.) und Dashmir Elmazi (41.), die beide SG-Keeper Michael Wenk parierte, ging es in die Pause. Nach Wiederbeginn ließ das Niveau deutlich nach. „Da hat man den Druck gemerkt“, erklärte Klose, „aber wir haben dem standgehalten“. Sein spielerisch stärkere Mannschaft verlor nun zunehmend die Kontrolle gegen sich in die Partie kämpfenden Gäste.

„Leute, wir müssen wieder ins Spiel finden“, feuerte Schunke an. Vergeblich. Aber seine Vorderleute verteidigten mit Leidenschaft, so dass es nur beim Schuss von Marcel Weishaar am langen Pfosten wirklich richtig gefährlich wurde (57.). „Wir haben nicht zugelassen“, analysierte Klose, „aber auch nichts mehr nach vorne gemacht“.

"Das haben wir uns verdient“

Mussten die Edertaler auch nicht, denn in Balhorn stand es mittlerweile 1:3 und damit hätte sogar eine Niederlage die Gruppenliga beschert. Aber Klose, der informiert war, hielt dicht und damit die Konzentration hoch – umso größer war der Jubel und die Erleichterung nach dem Schlusspfiff.

„Ich bin einfach total erleichtert, dass es doch noch geklappt hat“, atmete der überragende Linksverteidiger Julian Kittler kräftig durch. „Geil, spitze, das haben wir uns verdient“, jubelte Torwart Jörg Schunke, „jetzt wird gefeiert! Wahrscheinlich bis heute früh.

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