Jürgen Schicke: Zusammenarbeit verstärken“

Frankenbergs Kreisfußballwart geht auf Kollegen in Waldeck zu

Jürgen Schicke stehend vor Fahne des Hessischen Fußball-Verbands
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Geht auf die Kollegen in Waldeck zu: Frankenbergs Kreisfußballwart Jürgen Schicke.

Der Sportkreis Waldeck-Frankenberg steuert auf sein zehnjähriges Bestehen zu, nun scheinen sich auch die Fußballer der beiden Altkreise aufeinander zu zu bewegen.

Frankenberg – Das aktuelle Signal kommt aus Frankenberg. Kreisfußballwart Jürgen Schicke kündigt in einem Interview mit der Frankenberger Allgemeinen an, enger mit den Kollegen im Norden zusammen zu arbeiten.

Auf die Frage, wie lange Frankenberg noch eigenständig bleiben könne, sagt Schicke wörtlich: „Die nächsten Jahre noch. Dann werden wir die Zusammenarbeit mit Waldeck verstärken, da stehen wir ja auch schon in Kontakt.“ Gegen Ende der Amtszeit der damaligen Kreisfußballwarte Peter Bauschmann und Friedhelm Weinreich hatten sich beide Seiten zuletzt vertraulich getroffen, mit am Tisch saßen auch deren Nachfolger Gottfried Henkelmann und Schicke.

Henkelmann begrüßt Angebot des Kollegen

Es ist das erste Mal, dass aus dem Altkreis Frankenberg ein derartiges Bekenntnis pro Waldeck kommt. Waldecks Kreisfußballwart Henkelmann begrüßt es ausdrücklich. „Wir stehen positiv dazu. Wir sollten das Gespräch suchen und im Gespräch bleiben“, sagt er auf Anfrage.

Von einem Zusammenschluss spricht Schicke in dem Interview nicht direkt, erklärt aber: „Der Kreis Frankenberg gehört zum Sportkreis Waldeck-Frankenberg und politisch zum Landkreis Waldeck-Frankenberg. Mehr braucht man dazu eigentlich nicht zu sagen.“

Außerdem verweist der Schreufaer auf die vom Hessischen Fußball-Verband angestoßene Spielklassenreform. „Die kann aber nur zeitgleich mit einer Gebietsreform kommen. Man sollte zunächst die Spielklassenreform ins Gespräch bringen und schauen, wie das heruntergebrochen werden kann“, sagt er.

Kreise unterschiedlich groß

Der Verband hat die Frage nach der Mindestgröße aufgeworfen, bis zu der Fußballkreise noch eigenständig bleiben sollten. In Waldeck wie in Frankenberg sinkt die Zahl der Mannschaften, aber von einem stark unterschiedliche Niveau aus. In Frankenberg nehmen noch 21 Vereine und Spielgemeinschaften am Spielbetrieb der Senioren teil, in Waldeck sind es 40.

Die ehemaligen Fußballchefs Bauschmann und Weinreich hatten Anfang 2019 bereits einen Vorstoß zu einer gemeinsamen Kreisliga C unternommen. Er scheiterte, weil die Vereine im Süden nicht zu einem Austausch bereit waren.

Schicke kündigt an, der Kreisfußballausschuss Frankenberg werde sich des Themas der Zusammenarbeit mit Waldeck jetzt annehmen. „Hätten wir durch Corona nicht andere Sorgen gehabt, dann wären wir mit den Vereinen auch schon früher im Dialog gewesen“, sagte er. „Vielleicht können im neuen Jahr diese Gespräche weitergehen.“ (tsp/mn)

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