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Fußball am Wochenende: Eine Pokalpleite und zwei Ausfälle, darunter ein ärgerlicher

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Comeback nach sieben Monaten, aber kein Glücksbringer. Nele Walter.
Comeback nach sieben Monaten, aber kein Glücksbringer. Nele Walter. © Artur Worobiow

Der Winter hielt Einzug im Waldecker Land am Samstag. Und verdonnerte damit die Fußballer des SC Willinger zu einer verfrühten Winterpause. Nur ein Spiel fand aus heimischer Sicht statt.

Nachdem der Kunstrasen im Uplandstadion mit fünf Zentimeter Schnee bedeckt und gefroren war, musste die Verbandsliga-Partie des SC Willingen gegen die SG Bronnzell abgesagt werden, zumal Dauerfrost vorhergesagt war. Unterm Strich fiel beinahe der gesamte Spieltag der Witterung zum Opfer.

Die Spiele wurden bereits für Ostermontag (10. April) wieder angesetzt, das Willinger Spiel für Ostersamstag. Einzig in Hünfeld wurde gespielt, wo der HSV das Spitzenspiel gegen den FSV Dörnberg mit 2:0 gewann und Platz eins übernahm.

Mengeringhäuser fahren nach Vellmar – und gleich wieder zurück

Nicht verloren, aber dennoch verärgert abgereist ist der Tross der C-.Jugend des TuSpo Mengeringhausen am Samstag aus Vellmar. Beim dortigen OSC sollte das vorletzte Fußball-Verbandsligaspiel in diesem Jahr stattfinden. Daraus wurde aber nichts.

Mit neun Pkw und einem gemieteten Neun-Sitzer machte sich der TuSpo-Tross am Samstagmorgen um 7. 30 Uhr auf den 70 Kilometer langen Weg nach Vellmar. Angekommen um 9.40 Uhr, 80 Minuten vor dem eigentlichen Anpfiff, fand man ein verschlossenes, dafür unberührtes und schneebedecktes Sportgelände vor.

Die Mengeringhäuser waren die ersten vor Ort, erst danach kam der OSC-Trainer. Dieser und die TuSpo-Verantwortlichen stellten dann fest, dass aufgrund der Platzverhältnisse kein Spiel möglich sei, sie informierten Klassenleiter und Schiedsrichter. Kommentar des TuSpo: „Ärgerlich und unwürdig für einen Verbandsligisten.“ Unverrichteter Dinge fuhren die Gäste nach Hause und sind gespannt, ob der Vorfall noch Folgen hat.

Hessenpokal: SG Landau/Wolfhagen setzt Misere fort

RSV Roßdorf SG Landau/Wolfhagen 3:1 (3:1). Die Fußballerinnen der SG Landau/Wolfhagen kommen einfach nicht in Tritt und sehnen offensichtlich die Winterpause herbei. Auch in der ersten Runde des Hessenpokals gab es nichts zu holen – 1:3 beim RSV Roßdorf aus der Gruppenliga Nord-West. Auch im Marburger Land musste die SG dabei am Freitag mit dem letzten Aufgebot antreten und hatte nur zwölf Spielerinnen im Bus – neun Stammspielerinnen standen laut Vereinsangaben aus unterschiedlichsten Gründen nicht zur Verfügung.

Die Heimmannschaft ging engagiert und spielfreudig in die Partie und erwischte einen Sahnetag. Die SG-Defensive hingegen ließ sich ein ums andere mal überlaufen bzw. von hohen Bällen überraschen. Die Folge: Das 1:0 durch Alina Loth in der 21. Minute mit einem sehenswerten Lupfer. Das 2:0 ließ nicht lange auf sich warten. Erneut Loth nutze eine Unachtsamkeit aus und schob lässig zum 2:0 ein.

Nach 35 Minuten Tiefschlafphase erwachte Landau/Wolfhagen und zeigte endlich selbst auch mal einige gut vorgetragene Angriffe. Allerdings kassierten die Gäste in dieser Druckphase das vorentscheidende 0:3 durch Alena Kretschmar (37.). Fünf Minuten vor dem Pausentee keimte Hoffnung auf: Einen gut getimten Freistoß von Franzi Klug verwertete Isabell Fingerhut sehenswert per Kopf zum Anschlusstreffer (40.).

Wer geglaubt hatte nach dem Wechsel würde es noch einmal spannend werden sah sich getäuscht. Die Heimmannschaft tat nicht mehr als nötig und hätte dabei durchaus sogar noch den ein oder anderen Treffer mehr erzielen können. Die SG blieb farblos. Daran konnte auch die Hoffnung machende gute Leistung von Rückkehrerin Nele Walter nichts ändern, die nach siebenmonatigem Auslandsaufenthalt und nur einer Trainingseinheit ihr Comeback gab.  red

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