Frauenfußball: TSV Korbach guten Mutes zum Derby nach Allendorf

SG Landau unter Druck: "Wenn der Knoten nicht platzt..."

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Durchbeißen: Nele Walter (rechts) hat es schwer im Zweikampf mit Madleen Wenzel (TSV Korbach). Das gilt auch für Landau/Wolfhagens Spiel in Naunheim. Die Korbacherinnen fahren zum Kreisderby nach Allendorf.

Korbach – Ein Derby, nämlich in der Gruppenliga, steht unter anderem im Blickpunkt am Spieltag der Fußballfrauen. In der Fußball-Verbandsliga Nord könnte die Ausgangslage für die Frauenteams aus Waldeck unterschiedlicher kaum sein.

Während sich der TSV Korbach mit einem Sieg im Kreisduell beim DFC Allendorf weiter im Mittelfeld festsetzen kann, hat Schlusslicht SG Landau/Wolfhagen beim TuS Naunheim die nächste schwere Aufgabe vor der Brust. 

Der SV Anraff hat an diesem Wochenende spielfrei.

Verbandsliga Nord

Allendorf – Korbach. Für das Auswärtsspiel beim Zehnten der Tabelle stehen TSV-Coach Björn Emde wieder 15 Spielerinnen zur Verfügung. „Die Stimmung ist gut, der Sieg in Pohlheim hat uns Rückenwind gegeben“, verweist Emde auf den 6:1-Kantersieg am vergangenen Wochenende. Durch diese drei Punkte sei Druck von der Mannschaft genommen worden.

Korbach ist mit 13 Punkten Fünfter. Gleichzeitig warnt Emde aber auch: „Nach unten hin ist die Tabelle sehr eng. Du musst versuchen, in jedem Spiel etwas mitzunehmen.“

Damit das auch diesmal funktioniert, stand das Offensivspiel unter der Woche im Training im Mittelpunkt. Die Chancenverwertung soll nämlich besser werden.

Naunheim – Landau/Wolfhagen. Nach dem ordentlichen Auftritt vor zwei Wochen gegen Klein-Linden, der trotz ordentlicher Leistung mit 1:4 verloren ging, kehrte beim deutlichen 0:4 gegen Freiensteinau am vorigen Wochenende wieder große Ernüchterung bei der SG ein.

Die SG Landau ist mit sieben Zählern immer noch Schlusslicht und muss dringend punkten. „Die Mannschaft ist total verunsichert und spielt unter ihren Möglichkeiten“, so Obmann Hartmut Schröder. Wenn der Knoten nicht endlich platze, sei der direkte Wiederabstieg kaum noch zu verhindern.

Ein Problem sieht Schröder in der Fluktuation des Kaders, da bedingt durch Urlaub, Krankheiten oder Verletzungen nie die gleiche Elf wie in der Vorwoche aufgeboten werden kann.

Naunheim hat mit vier Gegentoren die mit Abstand beste Defensive der Liga, gleichzeitig aber auch nur magere zehn Treffer selbst erzielt.

Gruppenliga: Derby in Volkmarsen als Pokalfinal-Neuauflage

Neuauflage des Endspiels im Waldecker Pokal Am Samstag treffen sich in der Gruppenliga der Fußballfrauen der VfR Volkmarsen und der TSV Flechtdorf. Im Waldecker Derby sind die Gäste aufgrund der tabellarischen Situation favorisiert. 

Gastgeber Volkmarsen, mit vier Punkten aus sieben Spielen auf Platz sieben, hat das 0:1 im Pokalendspiel noch nicht vergessen. „Wir haben etwas gutzumachen, wollen Revanche“, sagt VfR-Coach Martin Funke. Was ihm Mut macht: Sein Kader ist ziemlich komplett. 

Nicht wieder am Anfang pennen fordert Flechtdorfs Trainer Michael Kahl.

Druck ist aber auch schon ein wenig vorhanden. „Wir müssen langsam anfangen zu punkten und wollen gerade zu Hause gewinnen“, sagt Funke, der nur aufgrund der Kreiszugehörigkeit ein Derby sieht, aber keine besondere Brisanz. Im Gegenteil. Zum Gegner haben man ein gutes Verhältnis. 

Der Gegner, TSV Flechtdorf, steht mit 15 Punkten aus acht Spielen besser da und hat die Historie auf seiner Seite: Vier der letzten fünf Begegnungen konnte der aktuelle Tabellendritte für sich entscheiden. „Ich hoffe, dass wir nicht wieder so eine Tiefschlafphase haben, wir müssen hellwach beginnen“, erinnert TSV-Trainer Michael Kahl an das jüngste 6:2 gegen Edermünde, bei dem seine Elf erst einmal 0:2 hinten lag. 

Vom Papier her sei seine Elf Favorit und nehme diese Rolle auch an, sagt Kahl. „Wir wollen gewinnen und oben dranbleiben. Da kommt es uns zu Gute, dass wir auf dem großen Platz spielen, da haben wir mehr Platz zum Kombinieren. (RM/dv)

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