Fußball-Gruppenliga: Neuer Trainer beim Schlusslicht aus der Badestadt

Wildunger Team  hofft auf den Schäfer-Effekt

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Ohne Tor-Jäger: Kevin Jäger(rechts) bringt sich als Sturmspitze im Mengeringhäuser Team ein. Allerdings fehlt er seiner Mannschaft gegen die SG Brunslar.

Korbach. Für  die vier heimischen Vertreter der Fußball-Gruppenliga wird es am Wochenende schwer Punkte zu ergattern.

Brunslar/Wolfershausen – Mengeringhausen. Siegesgefühle erlebten die Spieler des TuSpo in der Gruppenliga erst dreimal. Umso wichtiger fürs Selbstbewusstsein war am vergangenen Spieltag das 5:1 über die SG Bad Wildungen/Friedrichstein. Nach dem Jubel heißt es meist euphorisch: Jetzt wollen wir nachlegen. Dann muss das Team von Trainer Jörg Büchse Sonntag die SG Brunslar/Wolfershausen auswärts schlagen.

Der Tabellendritte hat viel weniger Tore (29) geschossen als manch anderes Spitzenteam, aber auch viel mehr Gegentore (24) kassiert. Dennoch liegt die SG nur vier Punkte hinter dem Spitzenreiter. 

„Wir fahren aber nicht chancenlos nach Brunslar“, betont Büchse. Er schätzt am Gegner besonders das Umschaltspiel und seine gute Ordnung. „Brunslar steht sehr stabil, nutzt die Fehler des Gegners oft eiskalt aus“, sagt der TuSpo-Coach. Aber er hat schon ein taktisches Gegenmittel im Kopf: „Vielleicht können wir die SG mit ihren eigenen Waffen schlagen, indem wir stabil und kompakt stehen und unsere Chancen gut nutzen“, meint Büchse Ihm werden Sebastian Heß, Kevin Jäger und Marcel Löhndorf aus beruflichen oder privaten Gründen fehlen.    (rsm)

Wildungen/Friedrichstein – Homberg. Die Badestädter haben ihren vorläufigen tabellarischen Tiefpunkt erreicht, sind nach der herben Derby-Pleite in Mengeringhausen (1:5) auf den letzten Platz abgerutscht. Gegner FC Homberg rangiert auf Platz neun, fernab der Gefahrenzone.

Ein Tag nach der Demission von Trainer Simon Lieber hat der erste Kontakt zu Neu-Trainer Jörg Schäfer stattgefunden, und nach einer kurzen Bedenkzeit war er beim Dienstagstraining erstmals vor Ort, um sich ein Bild von der Truppe zu machen. 

„Wir haben alle Heimspiele verloren, es zählen nur Punkte, egal gegen wen“, umreißt Carsten Laun, der interimsweise Coach war, die Lage. Das erste Training unter Schäfer sei sehr gut, gewesen, berichtet Laun. „Viele Spieler kennen ihn nicht, müssen sich jetzt neu beweisen. Vergangenheit zählt jetzt nicht mehr, wir fangen bei Null an. Eine Aufgabe wird jetzt sein, die Verunsicherung bei den Spielern zu beseitigen.“

Jörg Schäfer stößt ins gleiche Horn: „Ich erwarte, dass die Mannschaft Verantwortung übernimmt. Die nächsten Spiele müssen wir dann einzeln bewerten und daraus unsere Schlüsse ziehen. “  (dv)

Wabern – Volkmarsen. Sechsmal mit einer Führung in die Pause gegangen, aber erst einmal gewonnen; gegen Schwalmstadt, als dem VfR Volkmarsen auch der zweite Treffer schon vor der Pause gelungen war. In den Spielen davor und danach versäumte es die von Stefan Löber und Matthias Wiegand trainierte Mannschaft, nachzulegen.

Das 1:1 gegen Freienhagen war auch so ein Spiel zum Ärgern. „Genau der gleiche Mist wie beim 1:3 gegen Kirchberg: In der ersten Halbzeit findet der Gegner praktisch nicht statt, wir verpassen den zweiten Treffer. Der erste Fehler nach der Pause bringt uns komplett aus dem Konzept“, beklagt Wiegand.

Den Kopf behalten die VfRler aber oben, auch wenn der Gegner am Sonntag der Tabellenzweite TSV Wabern ist. „In der Vorsaison haben wir mit einer starken Einstellung in aussichtsloser Lage einen Punkt in Wabern geholt“; erinnert sich Wiegand.

Mit Viktor Gossmann kehrt ein Stürmer mit hoher Abschlussquote ins Aufgebot zurück. Für André Michel, der sich im Spiel der zweiten Mannschaft Kreuz- und Innenband gerissen hat, ist die Saison dagegen zu Ende. Sonst ist der Kader komplett. (ahi)

Felsberg – Goddelsheim/Münden. Galas in den Heimspielen gegen Wabern (3:2) und Edermünde (4:0), Blackouts in den Auswärtspartien in Gudensberg (2:6) und Schwalmstadt (1:8). Droht der Lichtenfelser SG am Sonntag in Lohre nun wieder neues Ungemach? „Unsere Auswärtsbilanz ist mit Sicherheit verbesserungswürdig“ gibt SG-Trainer André Gutmann zu. Zumindest die Leistung wird auch besser werden müssen, denn Felsberg hat erst ein Heimspiel verloren – mit Ausdruck einer diesmal stabilen Saison.. „Wir müssen vor jedem Spiel die Spannung hoch halten, egal gegen wen und wo wir spielen. Das gilt es zu beherzigen´“, fordert Gutmann. Dreh- und Angelpunkt der Gastgeber ist Torjäger Abdullah Al-Omari, der 13 der 27 FV-Treffer erzielte. „Er ist äußerst effektiv vor dem Tor. Wir sollten ihm daher nicht zu viel Raum schenken“ so Gutmann. Also mit einer kontrollierten Offensive einen Punkt anpeilen? „Nein, wir wollen nach der Partie gegen Edermünde drei Punkte am Sonntag nachlegen. Wir werden uns nicht verstecken“ so der Lichtenfelser Coach. Der zuletzt so treffsichere Robin Pieper (Urlaub) fehlt ihm. Eike Stracke, Fabian Thomas und Max Steger stoßen aber wieder zum Kader. (bb) 

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