Verbandsligist verliert langjährigen Führungsspieler  

SC Willingen: Christoph Keindl geht als Spielertrainer nach Westfalen 

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Vorbild, nicht nur in Sachen Einsatz: Christoph Keindl, hier im Zweikampf mit Nicolai Lotenzoni vom SSV Sand. 

Die Entscheidung steht schon länger: Christoph Keindl verabschiedet sich nach dieser Saison nach 14 Jahren aus der ersten Mannschaft des SC Willingen.

Willingen– Keindl ist seit Jahren einer der Führungsspieler beim Verbandsligisten. Nun wird er Spielertrainer beim Bezirksligisten FC Assinghausen/Wiemeringhausen/Wulmeringhausen. 

„Ich kann einen so großen Aufwand nicht mehr betreiben“, begründet der 31-Jährige seine Entscheidung – er will mehr Zeit für die Familie haben. Statt bis zu viermal pro Woche wird er künftig nur noch zweimal auf dem Sportplatz stehen; dazu sind die Auswärtsfahrten viel kürzer.

Keindl hatte sich schon überlegt in der SCW-Reserve zu kicken, aber dann kam die Anfrage vom FC „Ass/Wie/Wu“ aus dem angrenzenden Westfalen. „Nach guten Gesprächen nehme ich die Herausforderung an.“ 

Schramme: Eine Identifikationsfigur

Er löst beim aktuellen Tabellenelften seinen ehemaligen Mitspieler Mario Emde ab, der in der Winterpause kurzfristig für den zurückgetretenen Stephan Kohl eingesprungen war. Keindl stand da zwar schon als Coach für die neue Saison fest, „aber ich wollte nicht schon im Winter aus Willingen weg“.

Damit verliert der SC Willingen im Sommer nicht nur seinen langjährigen Kapitän, sondern einen Führungsspieler. „Er ist die Identifikationsfigur, nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch in der Kabine“, unterstreicht Trainer Rainer Schramme Keindls Stellung. Es sei ein herber Verlust, aber die Gründe seinen absolut nachvollziehbar.

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