Im Finale des 15. Westheimer Hallenmasters 3:0-Erfolg über SC Willingen

Erlinghausen siegt zum achten Mal beim Masters

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Maß genommen: Niklas Michel vom SC Willingen versucht im Finale einen Abschluss, die Erlinghäuser Christian Matuschinski und Bilal Akgüvercin (hinten) haben ausnahmsweise das Nachsehen.

Bad Arolsen. Nach der Pokalübergabe versuchten sich die Fußballer von Rot-Weiß Erlinghausen als Sänger. "So sehen Sieger aus", schmetterten sie. Seriensieger, um genau zu sein. Nun schon zum achten Mal holte sich der Landesligist Platz eins beim Westheimer Hallenmasters. 

Das 3:0 im Finale über Titelverteidiger SC Willingen spiegelte die Überlegenheit des Rekordgewinners über Vor-, Zwischen- und Endrunde wider. Als völlig verdient anerkannte auch SCW-Coach Uwe Schäfer fair den Erfolg des Kontrahenten. Ihre  zehn Partien hatten die Westfalen bei der 15. Auflage des vom TV Rhoden ausgerichteten Turniers alle für sich entschieden. 

Neu in der Liste der Endrunden-Teilnehmer verewigte sich der VfR Volkmarsen. Mit 3:1 gewann der Gruppenligist das im Neunmeterschießen ausgetragene Duell um den dritten Platz gegen den TSV Berndorf, der auf Rang vier als Kreisoberligist sozusagen die Ehre der tieferklassigen unter den 22 angetretenen Mannschaften rettete.

Das Endspiel war eine zeitlang eine offene Angelegenheit. "Wenn wir mit 1:0 in Führung gehen, hätte es vielleicht anders ausgesehen", meinte Schäfer. Nach der Erlinghäuser Führung in der 9. von 15. Spielminuten durch Bilal Akgüvercin, bester Spieler des Turniers, aber hatte der SCW nichts zuzusetzen. Frederik Schlüter (10.), ebenso wie sein Torschützenkollege im Turnier neunmal erfolgreich, und Alessando Busacca (12.) erhöhten zum verdienten Endstand.

Uwe Schäfer zog trotzdem den Hut vor seinen sechs Feldspielern und Max Ullbrich, der sich als Stürmer wie schon im Vorjahr ins Tor stellte. "Sie haben einen überragenden Sonntag gespielt, sehr diszipliniert und clever." Dabei hatte der SCW ausgeprägte Techniker und Parkettkönner wie Matthias Bott, Eckes Vogel, Flo Heine oder Christoph Keindl gar nicht aufgeboten.

Von den 500 Euro Prämie für Platz zwei haben alle was. 250 Euro höher war der für die Erlinghäuser ausgestellte Scheck. Doch ums Geld ging es gar nicht zuerst, jedenfalls nicht Neu-Trainer Sven Willeke. Der 38 Jahre alte gebürtige Giershagener hat die Mannschaft erst Ende November übernommen, schon der dritte Coach in dieser Saison für den Landesligisten, der gegen den Abstieg kämpft. "Das Erfolgserlebnis tut uns richtig gut", sagte Willeke. Man nehme Selbstvertrauen für die Liga mit.

Veranstalter TV Rhoden lobte Willeke. "Ein super Turnier, an dem wir gern teilnehmen." Auch Volkmarser und Berndorfer kamen nicht nur wegen Geld- und Flüssigprämien auf ihre Kosten. Der TSV hatte im Halbfinale kurz die Möglichkeit einer Sensation angedeutet, als Martin Wilke die Erlinghäuser Führung durch Akgüvercin ausglich. Der Torjäger mit zwei weiteren Buden und Malte Kriesche sorgten jedoch für ein standesgemäßes 4:1.

Bildergalerie Westheimer-Hallenmasters 2018

Im ersten Halbfinale hatte Volkmarsen nach den beiden Willinger Toren von Niklas Michel für eine Überraschung zu spät den Anschluss geschafft. Luca Lüther traf 50 Sekunden vor Schluss, das 2:1 ließen sich die Upländer nicht mehr nehmen. Vom Neunmeterpunkt aus holte sich der VfR dann Platz drei: Torben Turowsky, Luca Lüther und Steffen Schröder trafen, während beim TSV Berndorf nur Felix Amstutz den Ball versenkte.       

                

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