Gruppenliga-Nachholspiel als letzte Chance für VfR

Derby gegen Buchenberg: „Jetzt oder nie“ für den Volkmarsen

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Letzte Chance? Die Volkmarser um Jari Kuhaupt (links) brauchen mehr Effizienz als im Hinspiel, das Anton Buckert mit Buchenberg gewann. Nun zählt für den VfR nur e in Sieg.

Volkmarsen – Derbyzeit für den VfR Volkmarsen: Drei Tage nach dem Gastspiel des TSV/FC Korbach (0:1) erwartet das Tabellenschlusslicht der Fußball-Gruppenliga die FSG Ederbringhausen/Buchenberg.

Das Kreisduell am heutigen Mittwoch (18.30 Uhr) wird quasi zum Duell der Frustrierten, da beide zuletzt bitter verloren haben.

Besonders die Volkmarser ließen nach dem 0:1 am Sonntag die Köpfe hängen. „Ich denke, dass es das so gut wie gewesen ist“, meinte Trainer Matthias Wiegand mit Blick auf den Abstand zum sicheren Hafen (elf Punkte). „Die Gelegenheiten, bei denen wir irgendwas gegen den Abstieg holen können, werden halt immer weniger.“ Oder anders gesagt: Wenn nicht jetzt, wann wollen die Volkmarser dann den letzten Strohhalm ergreifen.

Zwar sind noch acht Spiele auszutragen. Doch Wiegand ist pessimistisch – weil er wie Kollege Leon Winkelheide weiß: Wir schießen einfach keine Tore; im Schnitt weniger als eins pro Partie.

Wiegand: "Geben weiter Vollgas"

Auf der anderen Seite: Die Einstellung passt. „Die Jungs sind immer total motiviert, im Training sind immer 14,15 Mann von der Ersten“, so Wiegand. Das Nachholspiel sieht er als Chance, rasch doch wieder mal ein Erfolgserlebnis zu haben: „Es ist sehr gut für uns, dass wir gleich wieder zu Hause spielen. Das wird ein ähnliches Spiel werden wie das gegen Korbach“, sagt er und verspricht: „Wir werden weiterhin Vollgas geben.“

Der Kader dürfte komplett sein. Vor dem Derby gegen Korbach hatte Andreas Hohmann nach dem Warmmachen abwinken müssen, sein Vertreter Robert Daebner machte seine Sache aber gut. Auch Benjamin Klein saß auf der Bank, Torwart Marius Flörke hatte Probleme im Oberschenkel, spielte aber zu Ende.

Das Hinspiel war Beleg für den Status quo: Volkmarsen oft mindestens gleich gut, aber mindestens ein Tor zu wenig gemacht. Sechs Alu-Treffer, verschossener Strafstoß, Rettungsaktionen auf der Torlinie; das bot das Hinspiel; die FSG hatte das glücklichere Ende mit einem 2:1-Sieg auf ihrer Seite.

Amert wäre mit Punkt zufrieden

Mario Amert könnte diesmal auch mit weniger leben. „Ziel ist, einen Punkt mitzunehmen“. Der Coach der Ederbringhäuser und Buchenberger, die Sonntag Brunslar 1:2 unterlagen, weiß aber natürlich auch, dass Volkmarsen jeden Punkt im Kampf um den Klassenerhalt braucht. „Das ist keine schlechte Mannschaft, sie sind fußballerisch gut und hatten zuletzt alle Mann an Bord. Sie werden alles reinschmeißen, es ist vermutlich ihre letzte Chance“, sagt der Gäste-Trainer.

Seine Ausfallliste ist weiterhin recht lang. Aktuell steht hinter den Einsätzen von Simon Mitze, Marvin Brussmann und Jan Leyhe Fragezeichen. Möglicherweise steht dafür Andi Eisenmann wieder zur Verfügung. „Wir werden aber elf Mann auf den Platz schicken und jeder wird sein Bestes geben“, gibt sich Amert gewohnt kämpferisch.

Er selbst ist definitiv nicht dabei. Auf dem Feld nicht, nachdem er sich beim Aufwärmen vor dem letzten Spiel verletzt. Nach seiner Muskelverletzung kann er womöglich gar nicht mitfahren, weil eine Operation im Raum steht. Tim Arnold stünde parat – und würde dann nach 90 Minuten gerne eine WhatsApp schreiben, die in etwa lautet: „Sieg...“ (mn/dv)

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