Gruppenliga: SG Goddelsheim/Münden beim 1:5 in Baunatal unter Wert geschlagen

Lichtenfelser bieten Eintracht lange die Stirn

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Einziger Torschütze der SG in Großenritte: Zafer Birinci.

Großenritte. 1:5 (1:3), das klingt nach Klatsche, nach Debakel. Doch bei der SG Goddelsheim/Münden zogen sie nach diesem Ergebnis im Gastspiel beim Gruppenliga-Spitzenreiter Eintracht Baunatal ein ganz anderes Fazit. 

"Die Mannschaft hat richtig gut gespielt", sagte Abteilungsleiter Karl-Reinhard Grosche angetan, auch wegen der schwierigen Vorbereitung. Spielertrainer Andre Gutmann verwies darauf, dass der Außenseiter dem Favoriten "lange Zeit Paroli geboten" habe: ""Wir mussten bis zur Pause eigentlich klar führen."

Torgelegenheiten besaßen die Lichtenfelser zur Genüge. Schon in der ersten zehn Minuten der Partie auf Kunstrasen vergaben sie drei gute Chancen. Vor allem Niklas Göbel wird sich grämen, sein Schuss von der linken Seite knallte nur an den Pfosten (6.). Kurz darauf jagte Zafer Birinci das Zuspiel von Mirco Grosche knapp über das Tor (9.).

Ausgleich hochverdient

 

Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die SG schon von ihrem taktischen Konzept verabschieden müssen, denn Gutmann, als Spitze eingesetzt, musste mit Verdacht auf Zerrung im Rücken runter; für ihn kam Robin Pieper (8.). Der erste Vorstoß der Baunataler führte dann gleich zum 1:0. Die Eintracht fing einen Abstoß ab, Jan Kraus schloss flach aus 16 Metern ab (12.).

Die SG fand die passende Antwort, als Birinci das Zuspiel von Grosche zum hochverdienten 1:1 nutzte (24.). Doch mehr belohnten sich die Gäste für ihr engagiertes Spiel eben nicht. Birinci und Göbel vergaben eine Doppelchance (26.), Pieper traf das Außennetz (27.), und den Kopfball von Marco Vesper fischte Torwart Sebastian Finke aus der unteren Ecke (30.).

Nils Grosche mit Liga-Premiere

Die Großenritter waren im Abschluss besser, hatten aber beim 2:1 durch Marlon Reith (42.) auch Glück, denn Keeper Manuel Mitze schoss den Schützen beim Klärungsversuch im Herauslaufen an und der Ball landete im Tor. Schön dafür der Spielzug zum 3:1, Kraus schloss ihn nach Querpass von Reith ohne Mühe ab (45.).

Auch nach Wiederbeginn besaß die SG die erste gute Chance, Kevin Vesper schob das Zuspiel von Göbel am Pfosten vorbei (49.). Doch die Eintracht kam jetzt mit Macht und erhöhte in ihrer spielerisch besten Phase durch Florian Puschs herrlichen Schlenzer aus 22 Metern (54.) und Reiths zweiten Treffer zum 5:1 (64.). Dazwischen waren Pieper und Marco Vesper aussichtsreich gescheitert, danach besaß die SG noch drei weitere gute Gelegenheiten. Birinci blieb an Finke hängen (73.), Göbel, der den Torwart schon ausgespielt hatte, setzte den Ball an den Pfosten (85.) und Mirco Grosche, dessen Bruder Nils als A-Junior zuvor zum Debüt in der "Ersten" eingewechselt worden war (60.), traf nur das  Außennetz.

"So verrückt ist manchmal der Fußball", meinte Karl-Reinhard Grosche. Trainer Gutmann forderte sein Team dazu auf, die vielen positive Aspekte ihres Auftritts aus Großenritte mitzunehmen.

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