Derby zum Auftakt wichtig für Ziel Klassenerhalt

Gruppenliga: Eintracht Edertal empfängt VfR Volkmarsen

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Bodenkampf: Wer liegt am Ende am Boden? Volkmarsen und Edertal messen am Sonntag ihre Kräfte. Das Bild zeigt im Hinspiel (1:1) eine Zweikampf zwischen Steffen Schröder (VfR) und Jannis E igenbrod (am Boden).

Korbach – Die Mission Klassenerhalt kann beginnen. Gruppenliga-Schlusslicht Volkmarsen startet sie bei Eintracht Edertal.

Die Spieler des Vorjahresvierten VfR Volkmarsen haben dieses Ziel nach der überraschend schwachen Hinrunde als Schlusslicht (16 Punkte) der Fußball-Gruppenliga klar vor Augen. 

Dagegen ist es für Trainer Günter Klose gar nicht so einfach, seine Kicker von Eintracht Edertal genau auf diesen Fokus einzunorden. Denn der Neuling ist mit einem anderen Gefühl in die Winterpause gegangen, steht aber nach einer guten Hinrunde und 21 Punkten auf Rang 13, der den Abstieg bedeuten kann. Beide Teams treffen am Sonntag (15 Uhr) in Bergheim aufeinander.

Wer hat die lange Pause besser für sich genutzt? Die Lust auf Fußball und die Rückrunde sollte eigentlich im Eintracht-Lager größer sein als bei den Volkmarsern. Doch es war genau umgekehrt. VfR-Trainer Matthias Wiegand blickt auf eine gute Vorbereitung zurück, in der alle Spieler gut mitgezogen hätten. Durch Gespräche habe sich sein Team auch mental gut auf das Ziel „Klassenerhalt“ eingestimmt.

Volkmarsen: Offensiv soll mehr kommen

Der Coach hat sein Augenmerk auf dem Trainingsplatz natürlich mehr auf den Offensivbereich gelegt, schließlich steht die fünfbeste Abwehr der Liga auf dem letzten Tabellenplatz. Um vorn schlagkräftiger zu werden, habe er auch taktisch einiges verändert, sagt Wiegand.

Sein Kollege Günter Klose berichtet hingegen von einer Vorbereitung ohne Eintracht. „Ich hatte so viel vor in dieser Zeit, taktisch, spielerisch und körperlich, aber die Beteiligung war dafür zu schlecht. Ich bin von einigen meiner Spieler wirklich enttäuscht.“

Edertal: Keeper Yakit "abgetaucht"

Der negative Höhepunkt sei das Verhalten von Torwart Can Yakit gewesen, der „einfach nicht mehr im Training aufgetaucht ist“. Nun muss der 20-jährige Mika Helmetag in die Bresche springen. Wegen der geringen Trainingsbeteiligung könne er nicht einmal genau sagen, „ob und wie lange die Luft meiner Mannschaft gegen Volkmarsen reichen wird“.

Für Klose hat sich der nächste Gegner im Vergleich zum Hinspiel (1:1) nicht verändert. „Ich schätze das Leistungspotenzial von Volkmarsen immer noch genauso hoch ein wie vor der Saison.“ Er sieht beide Teams spielerisch auf Augenhöhe und hofft auf den guten Wettkampfcharakter seiner Elf, denn einen Heimvorteil für seine Mannen sehe er schon noch.

Auswärts oder Zuhause macht aber für Wiegand keinen taktischen Unterschied mehr. Er kann vorerst nicht mehr mit einem Auswärtspunkt zufrieden sein. „Wir haben gleich zwei wichtige Spiele, zuerst Edertal, dann Buchenberg. Da müssen zwei Siege her, auch um das Projekt Klassenerhalt stimmungsmäßig in die richtigen Bahnen zu lenken.“ Die Winterpause ist immer gut für eine Lazarett-Lichtung. 

Doch im letzten Testspiel musste ein Edertaler Spieler den Gang ins Krankenzimmer antreten: Simon Heck – Bänderverletzung im Knie. „Das trifft uns hart“, betont Klose.

Auch der VfR meldet den Verlust eines wichtigen Akteurs, Marcel Klein wurde beruflich nach Südhessen versetzt. Und Luca Lüther kuriert noch seine Kreuzbandverletzung aus.

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