Eintracht Edertal gegen SG Bad Wildungen/Friedrichstein

Süd-Derby in Bergheim: Wer findet den Ausweg?

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Prestige und Abstiegskampf: Artur Radig (Edertal) macht sich im Hinspiel vor dem Wildunger Lukas Baumann lang. Womöglich gibt’s morgen ein Wiedersehen. 

Bergheim – Nachbarschaftstreffen, Lokalderby, Südwaldeck-Gipfel – irgendwie alles richtig. Mal sehen, was die Gruppenliga-Partie zwischen Eintracht Edertal und SG Bad Wildungen/Friedrichstein am diesem Samstag (17 Uhr) bringt.

Günter Klose fehlt für das Spiel in Bergheim ein wenig das, nun ja, Feuer. „Sie hat nicht das Esprit des Hinspiels“, sagt der Eintracht-Trainer. Klose macht das an der Tabelle fest: Edertal (24 Punkte) ist Letzter, die SG (38) Neunter. 

Beide Teams kämpfen mehr oder weniger um ihre Zukunft in der Liga, beide sind aktuell eher Punktlieferanten als -empfänger. Bei ihrem Treffen im Oktober, bei dem der Aufsteiger mit 5:3 triumphierte, war die Konstellation noch eine andere.

Klose sagt, der  Klassenerhalt bleibt das Ziel

„Es soll ein schönes Derby werden“, hofft Klose natürlich trotzdem: „Wir wollen Spaß haben, die Wildunger sollen Spaß haben und die Zuschauer auch.“ Aber der Fun-Faktor ist nicht alles. Klose beteuert, man glaube noch an den Klassenerhalt, solange der rechnerisch noch möglich ist. „Fakt ist: Wir wollen das Spiel gewinnen.“ 

Dann wären weiter noch 33 Punkte möglich. Die Badestädter fehlt rechnerisch bloß noch ein Zähler zum Bleiben, bequem ist ihre Position dennoch nicht. Die aktuelle Minusserie lastet auf dem Team.

Lieber: Sind auf Wiedergutmachung aus

„Jeder von uns, der am Samstag spielt, will einiges wiedergutmachen“, sagt Simon Lieber. Das Wort bezieht der Trainer zwar vor allem aufs Hinspiel, es passt auch zur Lage. „Wir haben zwar momentan eine Phase, in der nicht viel zusammenläuft, aber am Samstag darf das alles keine Ausrede sein“, sagt er.

Immerhin: Wie Kapitän Kevin Wathling sieht auch Lieber den Zusammenhalt im Kader nicht gefährdet. „Natürlich ärgert man sich, und es wäre verkehrt, wenn es nicht so wäre.“ Aber die Stimmung sei grundsätzlich gut.

Beide Teams kassieren zu viele Tore

Aus seinem Kader fehlt Lieber in Bergheim Tim Krollpfeiffer (private Gründe), womöglich auch Iven Krüger. Der Offensivmann hat sich im Training verletzt. Günter Klose wird Alen Muratovic vermissen, der Spielmacher sollte gestern an der Hand operiert werde, er dürfe dann drei Monate keinen Sport treiben. „Das ist wirklich hart für Alen“, sagt Klose, der ansonsten alle Spieler dabei hat.

Statistisches: Für beide Teams liegt der letzte „Dreier“ schon länger zurück – Edertal gewann zuletzt am 24. März (2:0 über Korbach), die SG eine Woche später in Wabern (3:2). Problematisch sind die vielen Gegentore: Die Eintracht quittierte zuletzt im Schnitt fünf pro Spiel, die Wildunger genau 3,6.

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