Fußball-Gruppenliga: SG Buchenberg verliert 1:2 gegen Schwalmstadt II

Nicht gegebenes Tor erregt in Ederbringhausen die Gemüter

+
Gebuckelt und lang gemacht. Die Spieler der FSG Buchenberg haben gegen Schwalmstadt II viel investiert aber nichts herausbekommen. Das Bild zeigt ein Duell zwischen Hendrik Gross (links) und Christoph Michel (Schwalmstadt). 

Ederbringhausen – Sie haben alles probiert, aber es sollte nicht sein. Die FSG Ederbringhausen/Buchenberg unterliegt 1:2 gegen Schwalmstadt II 

Wenn die FSG Ederbringhausen/Buchenberg in den sauren Apfel Gruppenliga-Abstieg beißen sollte, wird sie sich vermutlich wieder an diese eine Szene im Spiel gegen den 1. FC Schwalmstadt II erinnern: Es lief die 83. Minute, die FSG lag 1:2 hinten und das Team rannte fast schon verzweifelt gegen diese Niederlage an.

Dann wieder ein langer Ball in den Strafraum der Schwalmstädter und aus dem Gewühl heraus traf Mario Amert zum Ausgleich. Doch der Schiedsrichter hat ein Foul an FCS-Keeper Michael Kaminski gesehen. Kein Tor. 

Hektik und Aufregung

Hektik und Aufregung auf und außerhalb des Spielfelds, die sich noch steigerte, weil ein Schwalmstädter seinen Gegenspieler schlug. Die Handbewegung war auch von der Außenlinie sichtbar. Doch das Schiedsrichtergespann sah es anders: kein, Tor, keine rote Karte, sondern Freistoß Schwalmstadt.

Während Spielertrainer Amert versicherte, er habe bei dem Tor kein Foul begangen, „die beiden Schwalmstädter Spieler haben sich gegenseitig umgerannt“, hat FCS-Trainer Christof Baum diese Szene so gesehen wie der Schiedsrichter.

Der Gästetrainer hält diese Szene auch nicht für spielentscheidend. „Wir hatten deutlich die bessere Spielanlage als der Gegner und genug Chancen, dieses Spiel früher zu entscheiden.“

Und hier liegt Baum nicht falsch. Die FSG-Elf hat gar nicht erst versucht, mit spielerischen Mitteln zum Erfolg zu kommen, sondern die Devise hieß nur: Die Bälle immer lang und hoch vorne reinspielen und vielleicht gelingt ja irgendetwas. Torwart Daniel Bärenfänger warf so gut wie nie den Ball einem Mitspieler zu. Eigentlich ist das zu viel Glückspiel und die Spielweise entspricht nicht dem fußballerischen Niveau der Gruppenliga.

Amert trifft zum Anschluss

Spielertrainer Amert verteidigte aber sein einfaches taktisches Konzept: „Wir haben sechs verletzte Stammspieler und die, die auf dem Platz stehen haben auch nicht mehr viele Körner, da können wir nicht anders spielen.“ 

Diese Spielart verlangt aber auch Offensivspieler, die diese langen Bälle vorn halten können. Das schaffte die FSG aber erst als sich Amert nach der Pause selbst eingewechselte. Er war es dann auch, dem das schnelle Anschlusstor gelang, nachdem die Gäste durch Daniel Schwalm (19.) und Mirko Reck (47.) 2:0 in Führung gegangen waren.

Doch zu mehr reichte es für die FSG nicht mehr, trotz einer guten kämpferischen Leistung vor allem in der zweiten Halbzeit.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare