4:0 in Ederbringhausen beendet Minusserie 

Bad Wildungen siegt mit Schubert und Laun

Rettungstäter: Torwart Daniel Bärenfänger (Ederbringhausen) pariert den Schuss von Jan Kramer (Bad Wildungen). Foto: Worobiow

Ederbringhausen. Die SG Bad Wildungen/Friedrichstein hat sich zurückgemeldet. Mit 4:0 (1:0) gewannen die Badestädter gestern Abend das Gruppenliga-Derby bei der FSG Ederbringhausen/Buchenberg unerwartet deutlich und versetzten dem Aufsteiger einen ziemlichen Dämpfer.

Die Gäste zeigten sich trotz ihrer jüngsten Minusserie kein bisschen verunsichert. Vielleicht auch weil Waldemar Schubert als Spitze zurückkehrte. Die SG setzte den Gegner permanent unter Druck, und die FSG fand kein Mittel dagegen. „Der Gegner hat gut gepresst“, fand auch Spielertrainer Mario Amert.

Die Gäste jeden Spieler der Heimelf in Ballbesitz früh an, doppelten ihn teilweise, sodass die gefürchteten langen Bälle der Platzherren in die Spitze nicht zustande kamen. Hätte Torhüter Daniel Bärenfänger nicht so prima gehalten, die Führung für Wildungen wäre früh fällig gewesen. Der Keeper parierte Freistöße von Abwehrchef Carsten Laun (ein weiterer Rückkehrer) (11., 22), rettete gegen Jan Kramer glänzend (14., 17.) und hielt einen Nachschuss von Iven Krüger (22.).

Bärenfänger  verletzt sich bei Foul

 Nach etwa 30 Minuten befreite sich die FSG ein wenig, in der 41. Minute bot sich ihre erste Chance: Nach einer doppelten Kopfballablage von Mario Amert und Simon Mitze, scheiterte Benedikt Schweitzer an Torhüter Johannes Binder. Als alle an den Pausentee dachten, fiel das 0:1. 

Zunächst klärte Bärenfänger gegen Kramer, im Anschluss foulte er jedoch Schubert. Elfmeter! Zu allem Überfluss verletzte sich Bärenfänger und blieb in der Kabine. Den Strafstoßtreffer kassierte er aber noch von Kevin Wathling.

Simon Lieber erleichtert

Nach dem Wechsel verpassten Schubert und Kramer aussichtsreich, auf der anderen Seite scheiterten Amert und Till Buckert knapp. In der 57. Minute tankte sich Tim Krollpfeiffer energisch durch, sein Abschluss landete am Pfosten. Eine Minute später das 0:2, Schubert erzielte es in seiner typischen Art. Beim nächsten guten Spielzug der Gäste über Krüger und den eingewechselten Stefan Jobs ging alles zu schnell für die Gastgeber und Krollpfeiffer netzte zum 0:3 ein (65.).

Die FSG bemühte sich, nach vorn ging aber so gut wie nichts mehr. Stattdessen markierte Kai Döring mit einem wuchtigen Kopfball nach Ecke das 4:0 für die Gäste (69.), die weitere gute Torchancen ungenutzt ließen.

Amert: Keinen Zugriff bekommen

 „Wir haben so gespielt, wie wir uns das vorgenommen haben: Hinten sicher stehen und mit Geduld nach vorn“, meinte SG-Coach Simon Lieber „rundum erleichtert und zufrieden“. Er lobte die Laufarbeit seines Teams, aufatmen ließ ihn die Zahl der Tore: „Wir haben endlich mal getroffen. Es hätten noch zwei, drei Treffer mehr sein können.“

Kollege Amert deutelte am Ergebnis gar nicht erst rum: „Wir haben verdient verloren, sind nicht ins Spiel gekommen und keinen Zugriff bekommen. Bad Wildungen war einfach spritziger. Jetzt heißt es Mund abputzen und weitermachen.“ (dv)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare zu diesem Artikel