Edertal 2:2 beim Melsunger FV 

Gruppenliga: Eintracht kann auch Spitzenreiter

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Auch ohne Flugerlaubnis: Artur Radig (Foto) erzielte in Melsungen ein herrliches Kopfballtor.

Melsungen. Eintracht Edertal kann auch Spitzenreiter. Am Tag der Unentschieden schaffte der heimische Gruppenliga-Aufsteiger beim Melsunger FV mit 2:2 (0:1) einen Teilerfolg, der für Günter Klose ein höchst gerechtes Ergebnis darstellte.

„Wenn es in dieser Partie nicht verdient war, dann frage ich mich, in welcher denn sonst“, sagte der Eintracht-Trainer.

Klose bescheinigte seinem Team eine überragende Leistung – weil es zweimal einen Rückstand wettmachte und kurzfristige Ausfälle wegsteckte. Günaydin Ötztürk, Oliver Radig und Carl Wiesemann mussten passen. „Wir sind als Mannschaft aufgetreten“, sagte Klose.

Edertaler Glück bei zwei Lattentreffern

Die erste Halbzeit ging allerdings an den MFV. Die Eintracht setzte zwar durch Artur Radigs Chance auf Zuspiel von Alen Muratovic früh die erste Markierung (2. Spielminute), aber die bessere Möglichkeiten besaßen die Gastgeber. 

Zum Pechvogel wurde Christian Riemenschneider, der den Ball sowohl in der 30. als auch in der 45. Minute an die Latte setzte – beim zweiten Mal hatte Eintracht-Torhüter Can Yakit die Hand im Spiel. Dazwischen lag das 1:0 durch Carlos Michel nach einer prächtigen Einzelleistung (35.).

Taktische Umstellung wirkt

„Schmeichelhaft“ nannte Klose das knappe Resultat zur Pause für seine Mannschaft. Zur zweiten Halbzeit stellte der Trainer um. Er holte Giulian Braun zurück auf seine angestammte Position in der Offensive und stellte statt seiner Adrian Radig in die Viererkette; die Startelf war eine Reaktion auf die Ausfälle gewesen. 

Die taktische Neuausrichtung fruchtete. Gleich in der 46. Minute schloss Braun einen Alleingang nur um Zentimeter am Tor vorbei ab. „Das war der Wachmacher für meine Mannschaft“, meinte Klose.

"Eigentlich Flugerlaubnis gebraucht"

Eine knappe Viertelstunde nachdem Yakit gegen Michel pariert hatte (50.), fiel der Ausgleich durch Artur Radig per Kopf nach Ecke von Braun (64.) – und was für ein Kopfball. „So hoch habe ich bei einem Kopfball noch nie einen Spieler gesehen, er hätte eigentlich eine Flugerlaubnis gebraucht“, schwärmte Klose.

Doch Melsungen schlug mit der ganze Routine eines Primus zurück, als Maxi Kördel aus der Drehung aus 16 Metern traf (77.). Yakit hatte den Ball erst spät gesehen. Die Edertaler steckten den Rückstand weg, weil die Spieler sich keineswegs in die Niederlage fügten. „Sie haben eine hervorragende Moral bewiesen“, so Klose.

Zum 2:2 hielt ein Strafstoß her. Artur Radig war beim Vorstoß in den Strafraum regelwidrig gebremst worden. Muratovic traf vom Punkt zum Punktgewinn. Eine späte Gelb-Rote Karte gegen Michel (90.) fiel nicht ins Gewicht.

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