Waldemar Schubert behält in der Nachspielzeit gegen Brunslar/Wolfershausen die Nerven  

Siegtor für SG Bad Wildungen nach Elfmeterdrama 

Das Ende eines kleinen Dramas: Waldemar Schubert kniet und jubelt, der geschlagene Brunslarer Torwart Jonas Schönewolf bückt sich frustriert nach dem Ball. Foto: malafo

Bad Wildungen. Es war ein Fußballdrama – und das Happy End lag bei der SG Bad Wildungen/Friedrichstein. Mit einem im zweiten Versuch verwandelten Foulelfmeter sicherte sich der Waldecker Gruppenligist den 4:3 (2:1)-Sieg über die völlig bediente SG Brunslar/Wolfershausen.

Der spät eingewechselte Spielertrainer Carsten Laun leistete mit schmerzhafter Erfahrung kurz vor Schluss Vorarbeit zum Strafstoß. „Er hat mich voll am Sprunggelenk getroffen, gibt wohl eine Bänderdehnung, aber da steckte keine Absicht dahinter, mein Gegenspieler konnte nirgendwohin ausweichen“, kommentierte Laun jene Strafraumszene, in der ihn Leon Folwerk zu Fall brachte.

Vom Punkt aus trat Waldemar Schubert an, doch der Ball war kein Problem für Jonas Schönewolf. Allerdings pfiff Schiedsrichter Hecklinger den ersten Versuch ab, da der junge Tormann einen halben Meter zu weit vor der Linie gestanden hatte. Schubert suchte sich beim zweiten Anlauf die linke Ecke aus und erzielte den Endstand.

Gelegenheit zu vorentscheidenden Toren hatten beide Mannschaften zuvor genug gehabt. Die erste halbe Stunde ging klar an die Platzherren, da die Gäste nach dem 3:2 in Großenritte vor einer Woche noch auf Wolke sieben schwebten und den Wildungern ziemlich viel Platz zum Kombinieren ließen. In der 3. Minute beschäftigte Jan Kramer gleich vier Gegenspieler und fand dabei die Lücke, um den frei stehenden Florian Bruder anzuspielen, der aus kurzer Distanz zum 1:0 traf.

Von derselben Stelle aus fiel in der 9. Minute das 2:0. Bei seinem Freistoß brachte Kevin Wathling den Ball auf den langen Pfosten, wo Julian Schneider nur den Fuß hinhalten musste.

In der 17. Minute kamen die Gäste erstmals gefährlich vors Wildunger Tor; bei ihrem zweiten ernsthaften Vorstoß zappelte der Ball dann im Netz. Fabian Tippel lochte aus drei Metern ins lange Eck ein (31.). Eine Minute später vergab Marco Wollmann den Ausgleich vor der Pause.

Laun: Dazu gehört Rückgrat

Tatsächlich brauchte Brunslar nach Wiederanpfiff drei weitere Großchancen für das 2:2 durch Lukas Tippel, der nach zwei Fehlversuchen eine Flanke seines Bruders verwertete. In den ersten zehn Minuten von Halbzeit zwei lud die in Unordnung geratene Abwehr der Platzherren zum Toreschießen geradezu ein, ehe der Offensivmotor wieder ansprang und Stefan Jobs aus dem Stand traf. Der Mittelfeldspieler fand per Freistoß die Lücke in der Mauer (58.).

Brunslar drängte erneut auf den Ausgleich und begünstigte damit Wildunger Konter, freilich folgenlos. So nutzte der eingewechselte Folwerk eine Unsicherheit in der Abwehr zum 3:3 (81.). Eine Minute später vereitelte Torwart Johannes Binder mit einer Glanzparade gar die Führung für die Gäste.

Carsten Laun lobte sein Team für die Leistung der ersten Halbzeit und gab zu, es habe nach der Pause die Ordnung verloren. „Mein Kompliment an den Schiedsrichter, es gehört viel Rückgrat dazu, einen Strafstoß in der 93. Minute noch einmal zu wiederholen, weil es einen Regelverstoß gegeben hat.“ Sein Kollege Timo Rudolph brachte überhaupt kein Verständnis für die Entscheidungen gegen Ende auf: „Ein Unentschieden war auf jeden Fall berechtigt.“

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