Überraschende Personalie beim Gruppenligisten - Carsten Laun und Simon Lieber als Nachfolger

SG Bad Wildungen und Daniel Döring trennen sich 

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Vier Jahre ein gewohntes Bild: Daniel Döring vor der Zuschauerkulisse in Altwildungen.

Bad Wildungen. Daniel Döring ist nicht länger Trainer des Fußball-Gruppenligisten SG Bad Wildungen/Friedrichstein. Differenzen zwischen Übungsleiter und SG-Vorstand hätten eine weitere Zusammenarbeit unmöglich gemacht, heißt es in einer Pressemitteilung der Spielgemeinschaft.

Carsten Laun, einer der erfahrensten Spieler beim abstiegsbedrohten Liga-Elften, und der erst 27 Jahre alte Simon Lieber haben die Nachfolger übernommen. Lieber leitete bereits das erste Training, Routinier Laun ist noch im Urlaub. Döring ist nach Ralf Wetzstein (TSV/FC Korbach) und Uwe Schäfer beim SC Willingen der dritte Übungsleiter eines höherklassigen Waldecker Vereins, dem man in der Winterpause den Stuhl vor die Tür gestellt hat.

Lieber ohnehin als Kleeb-Nachfolger     

Lieber hatte sich einen Namen als Trainer der SG Mandern/Ungedanken gemacht, die er in Klassen von der Kreisober- bis zur B-Liga mehr als zwei Jahre lange coachte. Er soll ab Sommer die SG-Reserve von Jan Kleeb übernehmen. Dieser Wechsel war ohnehin geplant, da Kleeb den SG-Vorstand Ende vergangenen Jahres darüber informiert hatte, dass er mit Saisonende seinen Trainerjob bei der "Zweiten" aus privaten Gründen aufgeben wolle.

Zur Trennung von Döring teilte der SG-Vorsitzende Michael Neuhaus nichts darüber mit, um welcher Art Differenzen es sich gehandelt habe. „Wir sahen uns veranlasst, die Zusammenarbeit mit Daniel daraufhin zu beenden. Wir werden dazu keine weitere offizielle Erklärung abgeben, so ist es vereinbart", heißt es in der von ihm verfassten Mitteilung. Auch Döring selbst wollte sich zu Gründen für das Ende seiner Arbeit nach vier Jahren als Chef-Übungsleiter in der Badestadt nicht weiter äußern.

"Ein hervorragender Trainer"

Sportliche Gründe gab es wohl nicht, obwohl die SG-Mannschaft bisher lediglich 19 Punkte eingespielt hat und sie nur zwei  Zähler vom möglichen ersten Abstiegsplatz trennt. "Ich darf aber ausdrücklich betonen, dass Daniel ein hervorragender Trainer ist, und die Jahre seiner Amtszeit hier in guter Erinnerung bleiben werden“, erklärte Neuhaus. 

Döring selbst bedauerte das Ende seines Engagements. Er will im Geschäft bleiben und hofft auf Angebote, rechnet allerdings mit einer Zwangspause bis zum Beginn der neuen Saison. "Ich bin jetzt zehn Jahre im Geschäft und hatte  immer nur die Winter- und Sommerpausen, da tut es vielleicht auch mal ganz gut", sagte der 33-Jährige. Er hatte die SG in den Spielzeiten 2014/15 und 2015/16 jeweils auf Platz zwei der Gruppenliga geführt, die Mannschaft scheiterte beim Rückkehr-Versuch in die Verbandsliga jeweils in der Aufstiegsrunde.

Duo macht's bis zum Sommer  

Carsten Laun und Simon Lieber werden als Trainergespann zunächst bis zum Sommer übernehmen. „Die Suche nach einem Trainer für die erste Mannschaft gehen wir dann gezielt an. Zunächst wollen wir uns auf eine gute Saisonvorbereitung konzentrieren“, so Michael Neuhaus weiter. 

Die Wahl Liebers für die "Zweite" in der Kreisoberliga war kein Zufall: „Simon hatten wir schon immer für einen Trainerjob bei uns im Hinterkopf, aber er war in seinem Heimatverein gebunden. Im kommenden Sommer, nach der Rücktrittsankündigung von Jan Kleeb, sahen wir im SG-Vorstand den passenden Zeitpunkt für Simon gekommen", berichtete Neuhaus: "Die Einigung erfolgte dann schnell.“

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