Schlusslicht schlagt Rangzweiten SG Brunslar

1:0 - VfR Volkmarsen haucht sich wieder Leben ein

2017.06.30 VfR Volkmarsen I Porträts

Wolfershausen –- Totgesagte, leben länger. Der VfR Volkmarsen hat beim bisherigen Tabellenzweiten SG Brunslar/Wolfershausen die drei Punkte entführt. Dafür hat ein Tor gereicht.

Noch Erstaunlicher als das Ergebnis ist der Spielverlauf, denn es war keinesweg ein glücklicher Sieg der Mannschaft von Matthias Wiegand. Das Gruppenliga-Schlusslicht hatte den Rangzweiten auf dessen Platz fest im Griff und dominierte diese Partie.

Die Erkenntnis, „Wir können wieder mithalten“, kann möglicherweise noch sehr wertvoll für das VfR-Team werden, das eigentlich schon abgeschlagen schien.

Die Gastgeber brachten einen harte Gangart ins Spiel, aber auch davon ließen sich die Volkmarser nicht einschüchtern. Sie waren gut organisiert und die taktische Umstellung auf eine Dreierkette hat erneut eine positive Wirkung gezeigt.

Einzig, mehr klar herausgespielte Torchancen, fehlten im VfR-Spiel. Jeweils eine für beide Seiten gab es in Halbzeit eins. Der gut aufgelegte Jari Kuhaupt vergab (14.) und für die Gastgeber war es Lukas Tippel (36.), dessen guter Schuss nicht gut genug für Torwart Marius Flörke war.

Nach dem Wechsel das gleiche Bild. Volkmarsen ließ den Rangzweiten nicht zur Entfaltung kommen, spielte mit Druck mutig nach vorn. Mit dem Versuch zu Siegen fing Spielertrainer Leon Winkelheide als erster an. Er nahm einen Freistoß per Kopf, aber der Ball flog knapp über den Kasten. Nur drei Minuten später hätte Jona Wießner fast einen Eckball direkt verwandelt. Und 120 Sekunden später hätte Victor Gossmann eine schöne Kombination über Drude und Kauhupt krönen können, aber sein Schuss aus zwölf Metern ging über den Kasten.

Tormöglichkeiten für die SG Brunslar sollen hier nicht verschwiegen werden, aber es lief beim Gastgeber immer noch nicht viel zusammen.

Während es in der 70 Minute beim VfR wie am Schnürchen lief. Daebner passt zu Kuhaupt, der flankt aus vollem Lauf, der Ball fliegt zu Herbold, der diesen Spielzug mit einem Flugkopfball zum 1:0 veredelt. Das Aufbäumen bleib beim Gegner aus.

Die Chancen des VfR auf den Klassenerhalt sind wieder gestiegen. Doch davon will Trainer Wiegand nichts hören. „Wir schauen mal was noch passiert“, sagte der Coach mehr nicht. Das ist keine Euphoriebremse, sondern nur eine Möglichkeit, der Mannschaft weiterhin den Druck zu nehmen.  rsm

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