Fußball-Gruppenliga: SG Brunslar/Wolfershausen tut sich trotz 4:0-Sieg schwer

SV Freienhagen vorne zu harmlos

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Doppeldeckung gegen Dreifach-Torschütze: Christian Riemenschneider (Brunslar/links) war gegen den SV Freienhagen stets da, wo es dem Gegner weh tut. Hier versuchen Nicolas Havel (vorn) und Fabio Fackiner zu bremsen. 

Freienhagen – Wenn es den Arbeitssieg gibt, gibt es dann auch die Arbeitsniederlage? Die SG Brunslar/Wolfershausen tat sich trotz des 4:0-Siegs (1:0) gegen eine gut dagegen haltende Mannschaft der SV Freienhagen/Sachsenhausen schwer.

Beide Seiten arbeiteten hart. Dennoch gab es einen gravierenden Unterschied: das Spiel im letzten Drittel. Hier waren die Gäste ihrem Gastgeber deutlich überlegen.

Während die Spieler von Trainer Timo Kiepe diesen letzten Pass eigentlich nie an den Mann brachten, zeigten die Gäste, warum sie auf ihrem Zielvorgabenzettel, den ihnen ihr Trainer Timo Rudolph vor jedem Spiel schreibt, der Satz stand: Wir können in jedem Spiel ein Tor schießen.

Und damit fingen sie schon früh an. Christian Riemenschneider nutzte nach drei Minuten die erste Tormöglichkeit der SG zur Führung und überwand Torwart Julian Paul mit einem Heber. Trainer Kiepe war darüber verärgert, weil „wir schon wieder so früh einem Rückstand hinterlaufen mussten“.

Die Spielvereinigungskicker ließen sich aber dadurch nicht aus dem Konzept bringen. Das Positive: Sie versuchten es nicht mit der Brechstange. Nicht nur blind geschlagene lange Bälle in die Spitze, sondern sie suchten auch spielerische Lösungen.

Dass ein Weitschuss von Nico Mannweiler (24.), der knapp das Tor verfehlte , die beste Chance der Gastgeber im gesamten Spiel war, verdeutlicht die Offensivschwäche der Spielvereinigung. Ballbesitz überfordert das Team zu oft. Die weiteren Treffer der SG Brunslar waren fast schon ein Lehrbeispiel für den Gegner, wie man ein effektives Sturmspiel aufziehen kann.

Zunächst kam die SV gut rein in Halbzeit zwei, dominierte die Partie. „Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich noch daran geglaubt, dass wir etwas holen können“, sagte Kiepe. Auch sein Gegenüber Timo Rudolph lobte „einen guten Gegner, der heute mehr verdient gehabt hätte“.

Als die Partie anfing, zwischen den Strafräumen so dahinzuplätschern, kam dieses Tor fast aus dem Nichts. Marco Wollmann fuhr einen Konter über die rechte Seite bis zur Grundlinie und servierte Riemenschneider (53.) den Ball dann so punktgenau auf dessen Fuß, dass der gar nicht mehr anders konnte als aus kurzer Distanz sein zweites Tor zu erzielen. Eine Kopie dieses Treffers folgte in der 80. Minute. Diesmal übernahm Johannes Möller den Wollmann-Part über die rechte Seite und Riemenschneider blieb erneut nichts anderes übrig als den Ball über die Linie zu stupsen.

Damit war auch der letzte Rest Moral bei den Gastgebern gebrochen und sie ließen das 4:0 durch Fabian Sippel (83.) nahezu teilnahmslos über sich ergehen.  (rsm)

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