Kein Sieger im Gruppenliga-Kick in Münden

1:1, aber Lichtenfelser schießen im Derby gegen Volkmarsen beide Tore

Durch die Mitte: Philipp Rothe (Goddelsheim/Münden) versucht es gegen die Volkmarser Jona Wießner und Victor Gossmann – und kommt zu Fall.
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Durch die Mitte: Philipp Rothe (Goddelsheim/Münden) versucht es gegen die Volkmarser Jona Wießner und Victor Gossmann – und kommt zu Fall.

Münden. Kein Sieger, aber keine Seite im Frust: Nach 93 spannenden Minuten auf rutschigem Platz waren die Fußballer der SG Goddelsheim/Münden und des VfR Volkmarsen mit dem 1:1 (0:0) im Gruppenliga-Derby des 18. Spieltags irgendwie zufrieden.

VfR-Spielertrainer Leon Winkelheide sprach jedenfalls von einer „über die gesamte Spielzeit hinweg“ ausgeglichene Partie, in der die SG lediglich ein, zwei Torchancen mehr gehabt hätte. Sein Kollege Andre Gutmann gab für die Lichtenfelser zu Protokoll: „Nach dem Rückstand haben wir Moral bewiesen und sind verdient zum Punktgewinn gekommen.“

Der Zähler nach vier Niederlagen in Folge nahm Druck vom SG-Team. Auf langes Abtasten verzichteten beide Teams. Schon in der 4. Minute testete Niklas Göbel die Fähigkeiten von VfR-Tormann Marius Flörke.

Torchancen satt für beide Teams

Auf der anderen Seite blockte Marco Vesper in letzter Sekunde einen Schuss von Marcel Klein ab (7.). Dann war wieder die SG dran, nach Vespers langem Einwurf parierte Flörke den präzisen Kopfball von Mirco Grosche mit Glanzparade.

Der flotte Beginn mündete bald in ein typisches Mittelfeldspiel mit wenig Torraumszenen. Eike Stracke bot sich nach 37 Minuten die nächste Chance durch Kopfball. Ebenfalls erfolglos blieb der gefährlichste Angriff der Gastgeber, als Daniel Butterweck den Rückpass von Jonathan Vach von der Torauslinie denkbar knapp verfehlte (41.). Dazwischen lag die Glanzparade von Manuel Mitze beim 20-Meter-Schuss von Victor Gossmann.

Erst ein Eigentor, dann Mitzes Tat

Die Gastgeber starteten mit viel Schwung in den zweiten Abschnitt, doch in Führung ging der VfR. Ein langer Ball aus dem Mittelfeld flog in den Strafraum und ohne Not köpfte Eike Stracke den Ball über Keeper Mitze hinweg ins eigene Tor. „Die Szene zur Gästeführung passt in unsere momentane Situation“, meinte Gutmann zum Eigentor in der 51. Minute.

Die Gastgeber waren angeknockt, gingen aber nicht K.o. – weil Manuel Mitze im wichtigen Augenblick da war. André Kuhaupt hatte Marcel Klein herrlich in Szene gesetzt, dessen Drehschuss klärte der SG-Keeper mit den Fingerspitzen (64.). „Wäre hier das 0:2 gefallen, hätte das Spiel in unserer Richtung laufen können“, befand Winkelheide.

Butterweck trifft aus elf Metern

Sechs Minuten später fiel der Ausgleich. Eine Flanke von Grosche landete bei Vach, der den Ball geschickt ins Sturmzentrum zurückpasste, wo Butterweck den Ball aus elf Metern unter die Latte jagte.

In den Augen Gutmanns setzte der Treffer eine Extraportion Ehrgeiz bei den Seinen frei. „Danach haben wir gefightet und uns das 1:1 verdient“, meinte er. Vach hatte in der 75. Minute die letzte große Torchance. Er setzte sich auf der linken Außenbahn durch, doch Flörke konnte parieren. (bb)

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