Trainingsstart beim Gruppenligisten mit neuem Trainer Löber

VfR Volkmarsen: Neue Ära mit alten Tugenden

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Coaches und ein Teil der Neuzugänge des VfR Volkmarsen - hinten von links: André Michel, Adrian Vieseck, Malte Koch; vorn v. links: Dirk Hedderich (Tainer 2. Mannschaft), Björn Richter, Jan Schwaiger, Stefan Löber (Trainer 1. Mannschaft).

Volkmarsen - Mit einem beeindruckenden Endspurt rettete sich der VfR Volkmarsen vor dem Abstieg aus der Gruppenliga. Die alten Tugenden will auch der neue Trainer beibehalten, der am Freitag erstmals zum Training bat.

Als Nachfolger seines Vorgängers kehrt Stefan Löber ins Trainertram des VfR Volkmarsen zurück. Wirklich weg war das zuletzt in der Defensive eingesetzte Urgestein ja nicht, das die Mannschaft in der kommenden Saison mit Matthias Wiegand trainiert. 

Der Pass blieb beim Stammverein. Aber nach einer Knie-Operation und Korrektur einer Fehlstellung kam der Routinier nicht mehr aus der Winterpause 2017/2018 in die Mannschaft zurück. 

Die Vorbereitung zur auf Platz vier abgeschlossenen Erfolgssaison hatte Löber seinerzeit in Absprache mit Leon Winkelheide geleitet, als der Spielertrainer für seine Masterarbeit einmal die Welt umsegelte. Einen Trainer, der zugleich auf dem Platz ins Geschehen eingreift, wird es in der kommenden Saison nicht mehr geben. „Dass in Zukunft zwei Trainer von der Seitenlinie aus Einfluss aufs Spielgeschehen nehmen und keiner mehr auf dem Platz in Lücken springt oder bei Standards nach vorne geht, das ist schon ein Unterschied“, verweist Löber auf eine Umstellung, die auch ein Umdenken erforderlich macht.

„Allerdings hat die Mannschaft schon während der erfolgreichen Aufholjagd in der Rückrunde gewusst, dass die Ära Leon zu Ende geht und dabei einen ganz entscheidenden Schritt in Richtung mehr Eigenverantwortung auf dem Platz übernommen.

Vier Neuzugänge und ein Abgang

Dem Abgang eines Trainers, der zugleich ein vielseitig einsetzbarer Schlüsselspieler war, stehen vier Neuzugänge gegenüber, die als Verstärkungen in sämtlichen Mannschaftsteilen gelten können, von denen aber keiner als 1:1-Ersatz für den Spieler Leon Winkelheide vorgesehen ist.

André Michel und Malte Koch waren zuletzt in der Offensive aktiv, Jan Schwaiger (Mittelfeld) und Björn Richter (Abwehr) haben bei ihrem vorhergehenden Verein eher defensive Aufgaben wahrgenommen. Eine Garantie, dass es beim VfR eins zu eins so weiter geht, will Stefan Löber aber weder für die Routiniers noch für die Aufrücker aus der eigenen A-Jugend abgeben. 

„Natürlich hat jeder Spieler eine Wunschposition, wir werden während der Vorbereitung aber unterschiedliche Konstellationen ausprobieren und sehen, in welcher Funktion ihre Stärken der Mannschaft am besten weiter helfen“, hält Löber an taktischer Flexibilität und Mannschaftsdienlichkeit als sportlichen Hauptkriterien fest.

Ein Derby zum Saisonstart

Nicht minder bedeutend ist der mentale Faktor bei der Auswahl der Neuzugänge: „Unsere Mannschaft besteht aus „positiv Bescheuerten“, dank dieser Einstellung haben wir in der vergangenen Saison auch den Klassenerhalt geschafft, obwohl wir vor der Winterpause hoffnungslos abgeschlagen waren. Wir habe nur Spieler geholt, die charakterlich zu uns passen“, verweist Löber auf eine weitere gemeinsame Erfolgsgrundlage. 

Der am Wochenende veröffentlichte Rahmenspielplan beschert den Volkmarsern gleich ein Derby. Am ersten August-Wochenende geht es nach Bad Wildungen. Das erste Heimspiel folgt dann am 11. August gegen die SG Brunslar. (ahi)

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