1:4-Niederlage im Nachholspiel in Mengsberg

SG Bad Wildungen versiebt zu viele Chancen

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Wenigstens er konnte jubeln: Florian Becker (rechts) erzielte das einzige Wildunger Tor am Engelhain. (Archivfoto)  

Mengsberg. Die SG Bad Wildungen/Friedrichstein hat die nächste Auswärts-Niederlage quittiert. Drei Tage nach dem 0:4 von Brunslar verlor der heimische Fußball-Gruppenligist die Nachholpartie beim TSV Mengsberg am Abend zu deutlich mit 1:4 (0:1).

„Man kann den Jungs keinen Vorwurf machen – bis auf die Chancenverwertung“, sagte Spielausschuss-Chef Michael Neuhaus nach dem Dämpfer. Die SG ging ebenso wie der Gegner sofort in die Offensive. Daraus entwickelte sich eine muntere Partie, doch die Gäste machten aus ihren Tormöglichkeiten viel zu wenig.

Niclas Köhler im Tor der Gäste bestand seine erste Prüfung schon in der 1. Minute, als er mit der Faust einen Schuss von Andre England parierte. Derselbe Mengsberger setzte dann einen Kopfball knapp am linken Pfosten vorbei, nachdem ihn Dennis Dorfschäfer mit schönem Flankenwechsel bedient hatte (22.). Auch beim 20-Meter-Schuss von Maximilian Sack fehlte nicht viel (25.)

Zu festes Zuspiel verdirbt die Chance

Davor lag die erste gute Aktion der Wildunger. Kramer hatte sich schön durchgetankt, passte dann aber zu ungenau auf Jan Leimbach statt es selbst zu probieren (7.). Chance vertan. Das galt auch bei nächster Gelegenheit: Nachdem ein Mengsberger beim Abwehrversuch vom Mitspieler angeschossen worden war, nahm Kevin Wathling den Abpraller auf und wollte ihm zum freien Kramer passen, tat das aber zu fest (29.). 

Ungläubige Reaktionen auch nach dem nächsten gefährlichen Angriff. Kramer eroberte sich den Ball zweimal, passte von der Grundlinie auf den zentral stehenden Manuel Merten, aber der traf den Ball nicht richtig (40.).

Pech hatten auch die Mengsberger, und zwar bei Dorfschäfers Pfostenknaller (31.). Dafür klappte es zwei Minuten vor der Pause: Sacks satten Schuss parierte Köhler noch, den abgewehrten Ball versenkte aber Lukas Berneburg im langen Eck.

Krüger und Duwe verpassen

Die Gäste kamen mit dem Willen, die Partie zu drehen, aus der Kabine, aber nicht mit einem besseren Zielvermögen. Der eingewechselte Toni Duwe vergab als erster (53.), eine Minute später raufte sich der SG-Anhang die Haare: Kramer hatte sich wieder durchgesetzt, passte nach innen – wo erst Iven Krüger über den Ball trat und dieser dann den hinter ihm ebenfalls bereiten Duwe durch die Beine rollte.

Wie man's besser macht, zeigte vier Minuten später Berneburg: Er verwertete einen langen Ball aus zehn Metern umstandslos (58.). Die SG gab sich noch nicht auf, und der gerade gekommene Florian Becker traf aus 18 Metern mit einem trockenen Flachschuss zum Anschluss (62.). Doch sechs Minuten später hatte sich die Sache erledigt, als Stefan Jobs einen eigentlich harmlosen Schuss von England zum 3:1 abfälschte. Sacks schöner Freistoß aus 25 Metern (79.) bedeutete den Endstand.

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