Gruppenliga

Mengeringhausen erwartet Volkmarsen: TuSpo ohne Tim Schade ins Derby

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Übersteiger: Stefan Löber, heute Trainer des VfR Volkmarsen, nimmt Benedikt Menkel vom TuSpo Mengeringhausen als Hürde, links zeigt Patrick Michel was auch immer an. Die Partie vor zwei Jahren an der Hagenstraße gewann der VfR 2:1. 

Mengeringhausen – Sie sind Nachbarn, Partner, Kontrahenten. Wenn sich der TuSpo Mengeringhausen und der VfR Volkmarsen am Sonntag im Gruppenliga-Derby gegenüberstehen, sind sie nur eins: Rivalen im Ringen um den Klassenerhalt.

Die Tabelle weist dem TuSpo Startvorteile aus, der Aufsteiger steht seit dem 5:0 am Mittwoch über Kirchberg/Lohne, dem zweiten Sieg, über dem Strich. Dass Jörg Büchse dennoch ein „schweres Derby“ sieht, ist nicht nur der übliche Respekt-Sprech. Vielmehr hat der Mengeringhäuser Trainer die Lage seines Personals im Blick. Mindestens ein halbes Dutzend Spieler fehlt, im schlechtesten Fall kommt Büchse auf zehn Ausfälle.

„Wir werden auf jeden Fall eine schlagkräftige Truppe zusammenbekommen“, verkündet Büchse tapfer, der eigentlich ungern die Absagen in den Fokus stellt. Aber es werde schwierig. Vor allem Spielmacher Tim Schade wird den Gastgebern fehlen.

Büchse: VfR wird mit aller Macht punkten wollen

Weitere Ebenfalls aus beruflichen oder privaten Gründen sind Kevin Jäger und Sebastian Hess nicht an Bord. Verletzt zum Zuschauen verurteilt sind neben Denny Benndorf auch die Löhndorf-Zwillinge. Hinter weitere Spieler setzt der Trainer Fragezeichen.

Die Volkmarser weisen erst einen Punkt, jedoch vier Niederlagen bei 3:16 Toren vor. „Sie werden mit aller Macht versuchen, die Punkte zu holen“, erwartet Büchse. Sie hätten ja auch oft enge Spiele abgeliefert und erst in der Schlussphase verloren. Für das 0:3 am Mittwoch gegen Felsberg trifft das uneingeschränkt zu, da fiel das erste Gegentor in der 80. Minute.

Wiegand rechnet sich was aus

Matthias Wiegand beschreibt das fortgesetzte VfR-Dilemma so: „Vor der Pause haben wir Chancen zum 2:0 nicht nutzen können, der Björn Richter hat 80 Minuten lang Al-Omari (dreifacher Torschütze)aus dem Spiel genommen. Felsberg hatte bis zum Führungstor keine Chance, wir in der zweiten Halbzeit auch nicht mehr wirklich.“

Der VfR-Trainer stempelt aufgrund dieser Hypothek und der jüngsten Ergebnisse den TuSpo zwar zum Favoriten, rechnet sich aber doch etwas aus. Ein Grund: Die Volkmarser sind komplett, lediglich Wiegands Trainerkollege Stefan Löber fehlt.

Jona Wießner wieder im Team

„Wir müssen endlich wieder an den spielerisch reifen Erfolgsfußball der Rückrunde anknüpfen“, fordert Wiegand mehr Effektivität vor dem gegnerischen Tor. Die Aussichten darauf stehen gar nicht schlecht, mit Jona Wießner steht wieder ein trickreicher Impulsgeber zur Verfügung, der den Weg in den gegnerischen Strafraum nicht scheut. Statistisches: Die Gäste holten ihren bislang einzigen Zähler auf fremdem Platz (0:0 in Edermünde). In der letzten gemeinsamen Saison gewann der VfR beide Duelle mit 2:1 und hatte auch davor mehr Siege als Niederlagen gegen den TuSpo geholt. (mn/ahi)

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