1:3-Heimniederlage gegen Edermünde

TuSpo: Zorn, Platzverweise und Enttäuschung

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Mann mit dem Überblick: Christopher Scholz (Mengeringhausen) gewinnt offenbar diesen im Zweikampf mit Robin Zadach aus Edermünde.

Mengeringhausen – Mit 1:3 (1:1) haben die Fußballer des TuSpo Mengeringhausen im Aufsteigerduell der Gruppenliga mit dem FC Edermünde eine ärgerliche Heimniederlage kassiert. Sie hatte zwei Ursachen.

Die starken Gastgeber machten zu wenig aus klaren Chancen, zudem sah Sebastian Hess nach dem Tor zum 1:2 in der 62. Minute die Rote Karte wegen Schiedsrichterbeleidigung.

Zu zehnt wurde die Aufholjagd schwieriger, „aber ein Punkt war sogar in Unterzahl immer noch möglich und verdient“, fasste Trainer Jörg Büchse seinen Eindruck der restlichen Spielzeit zusammen. An deren Ende wurde noch Bastian Schade wegen Reklamierens mit „Gelb-Rot“ vom Platz geschickt – und Büchse war fast auf 180.

"Nicht der Typ für Beleidigungen"

„Ich bin so ziemlich der letzte, der sich über die Schiedsrichter beschwert, denn ich weiß ja, wie schwer es die Jungs oft haben, aber so etwas Arrogantes wie dieses Gespann habe ich noch nie erlebt“, ereiferte sich der sonst eher besonnene Coach.

Er kritisierte auch den Platzverweis: Sebastian Hess „ist nicht der Typ für Schiedsrichterbeleidigungen“, sagte er. 

FCE startet besser

Edermünde erwischte den besseren Start und hatte in Florian Egbers den Mann für die tödlichen Pässe. Er fand für sein Zuspiel in der 11. Minute in Nicolai Jabornig einen Abnehmer fand, der aus fünf Metern am linken Pfosten nicht lange fackelte. Nachdem dem FCE ein Treffer wegen Abseits nicht anerkannt worden war, fiel der überfällige Ausgleich: Adam Sek netzte am linken Pfosten aus drei Metern ein (37.).

In der 12. und 14. Minute hatten Christopher Scholz und Sek aus ähnlich kurzer Distanz den Ball mit Fuß und Kopf nicht über die Linie gebracht. In der 42. Minute rettete FCE-Keeper Tobias Ebert in letzter Sekunde vor Sek. Auch nach Wiederanpfiff erwies sich der Schlussmann als starker Rückhalt, denn er vereitelte drei Chancen von Sek (50., 54., 57.). Dann kam der Gast offensiv zurück.

Vergeblich ein Abseits reklamiert

Erst schoss Nico Langhans beim Konter aus nächster Nähe noch vorbei (59.), doch den nächsten TuSpo-Fehler im Mittelfeld nutzte Edermünde zur vorentscheidenden Führung. Max Germeroth schickte den eingewechselten Jonathan Mertsch, der seine Gegenspieler stehen ließ und frei zum 2:1 traf. 

Den Pass in den Rücken von zwei Abwehrspielern empfanden die Tuspo-Spieler als Abseits, aber der Treffer galt, was die Gemüter erhitzte. Die Gastgeber drängten in Unterzahl auf den Ausgleich. Dominik Lüdtke zielte zweimal knapp vorbei (67., 74.), sein Kopfball wurde zur Ecke abgewehrt (87.).

Der Dauerdruck eröffnete dem Gast Konterchancen. Die erste vergab Jabornig (83.), Germeroth machte es nach Mertschs Pass besser, er hatte auf der linken Seite freie Bahn. Beim Start stand er schon in der gegnerischen Hälfte. (ahi)

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