Derby überraschend deutlich 3:0 gewonnen

VfR Volkmarsen zieht FSG Buchenberg wieder unten rein

Doppeln: Die VfR-Torschützen des Tages (v.l.): Jona Wießner und Fabian Drude gegen Jörg Kümmel (FSG). Foto: Spitzkopf

Volkmarsen – Wenn man nichts mehr zu verlieren hat, gewinnt es sich leichter.

Vermutlich waren die Volkmarser Spieler gestern Abend freier im Kopf als die Kicker der FSG Buchenberg/Ederbringhausen, denn sie haben das Gruppenliga-Derby mit 3:0 (1:0) für sich entschieden.

Der VfR weiß mittlerweile, dass er den Abstiegskampf verloren hat, während der Gegner durch diese Niederlage wieder mehr in diese gefährliche Zone hineingezogen wurde.

Ohne diesen Druck im Nacken spielte das VfR-Team von Trainer Matthias Wiegang wieder einen Fußball, der durch gutes Passspiel stark wird. Gleich die erste starke Kombination über mehrere Stationen brachte die Führung durch Jona Wießer (6.). Bei der FSG-Mannschaft, die ohne ihren verletzten Spielertrainer Mario Amert und ohne Marvin Brussmann angereist war, konnte man schnell eines erkennen: Sie wollte zwar, aber konnte nicht richtig. „Keiner will heute den Ball haben“, merkte Anton Buckert schon in der ersten Halbzeit an.

Der Einsatz der Blau-Gelben stimmte zwar, aber das Spiel nach vorn hatte keinen Druck, und das Kreieren von Torchancen war Mangelware.

Überhaupt war es die meiste Zeit über eine Begegnung in der beide Torhüter wenig beschäftigt wurden, weil ein Abnutzungskampf im Mittelfeld stattfand, den Volkmarsen schließlich gegen Ende der Partie für sich entschied.

Die Ursache dafür war das 2:0, das erneut Wiesner (70.) erzielte. Er schloss einen schönen Angriffszug über die rechte Seite ab, der von Torben Turowskys Pass und Steffen Schröders Flanke eingeleitet wurde. Nun erspielten sich die Gastgeber weitere Tormöglichkeiten. Bei einem Angriff foulte Danny Krüger den eingewechselten Jannik Herbold im Strafraum. Elfmeter. Fabian Drude (83.) ließ Torwart Daniel Bärenfänger keine Abwehrmöglichkeit. 

Nun lief das VfR-Spiel gegen einen gefrusteten Gegner. Nach dem Schlusspfiff traf man daher auch einen sehr nachdenklichen Co-Trainer Tim Arnold an, der ein wenig ins Leere zu blicken schien, während er sprach. Obwohl die FSG Buchenberg/Ederbringhausen eine glänzende Saison spielt, macht sich Arnold erhebliche Sorgen um seine Mannschaft, weil er befürchtet, dass vor allem das große Verletzungspech in dem ohnehin schon kleinen Kader diese gute Bilanz auf der Zielgeraden noch zu zerstören droht. Sein Kollege aus Volkmarsen hat dagegen gut Lachen. Wiegand hat jegliche Abstiegsangst verloren.  

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